Pflanzennavigation – Wie man die Natur als Kompass nutzt

Hier ist eine Möglichkeit, Ihre Freunde und Familie zu beeindrucken. Wenn Sie das nächste Mal eine Wanderung unternehmen, weisen Sie unterwegs auf pflanzliche Navigationssignale hin. Die Natur als Kompass zu nutzen, ist nicht nur unterhaltsam und macht Spaß, sondern schärft auch Ihre Beobachtungsgabe und Ihre Wertschätzung für die Natur.

Beispielsweise können Sie die Bäume in Ihrer Umgebung untersuchen, um eine grobe Richtung zu bestimmen. Pflanzenblätter können Ihnen einen Anhaltspunkt für Norden und Süden geben. Die Navigation mit Pflanzen ist zwar keine exakte Wissenschaft, aber man weiß nie, wann dieses wertvolle Wissen einmal nützlich sein könnte. Es könnte sogar Leben retten, wenn jemand ohne Karte oder Kompass verloren gegangen ist.

Tipps zur natürlichen Navigation

Lernen Sie, wie Sie sich mit Pflanzen orientieren können, indem Sie die Geheimnisse der Natur entschlüsseln. Sonne, Wind und Feuchtigkeit beeinflussen Pflanzen, und ein aufmerksamer Beobachter kann diese Trends erkennen. Hier sind einige natürliche Navigationshinweise, die Ihnen helfen, die Richtung zu bestimmen.

Wenn Sie einmal darauf achten, wie Bäume wachsen, werden Sie feststellen, dass sie nicht symmetrisch sind. Auf der Südseite der Bäume, wo sie mehr Sonnenlicht bekommen, wachsen die Äste eher horizontal und es gibt mehr Blätter. Auf der Nordseite wachsen die Äste eher vertikal nach oben in Richtung Sonne und die Blätter sind spärlicher. Dies fällt bei einem freistehenden Baum inmitten einer Wiese besonders auf. Im Wald ist dieses Phänomen aufgrund des Mangels an natürlichem Licht und der Konkurrenz um dieses Licht nicht erkennbar.

Wenn Sie wissen, aus welcher Richtung der vorherrschende Wind in Ihrem Land weht, werden Sie feststellen, dass die Baumkronen in diese Richtung geneigt sind. In den USA beispielsweise weht der Wind oft von West nach Ost, sodass die Bäume eine leichte Neigung in diese Richtung aufweisen. Dies ist bei Laubbäumen deutlich zu erkennen, nicht jedoch bei immergrünen Nadelbäumen. Einige Bäume und auch Pflanzen sind seit vielen Jahren den vorherrschenden Winden ausgesetzt, was Spuren hinterlassen hat.

Auch Pflanzen haben ihre Geheimnisse in Bezug auf Wind und Sonne. Einige Pflanzen, die nicht von Gebäuden oder Bäumen beeinflusst werden, richten ihre Blätter vertikal aus und zeigen von Norden nach Süden, um an sonnigen Tagen kühl zu bleiben. Durch die Beobachtung mehrerer Pflanzen und die Bestätigung dieses Musters lässt sich feststellen, wo Norden und Süden liegen.

Auf der Nordhalbkugel wächst Moos an Bäumen oft am stärksten auf der Nordseite, da diese Seite weniger Sonne abbekommt und länger feucht bleibt. Auch auf der Südseite des Stammes kann Moos wachsen, jedoch nicht so stark. Zur Bestätigung sollte die Südseite auch eine stärkere, horizontalere Verzweigungsstruktur aufweisen. Moos ist kein hundertprozentig zuverlässiger Indikator, daher sollten Sie mehrere Bäume untersuchen und nach einem Muster suchen.

Das Erlernen der Orientierung anhand von Pflanzen kann sowohl lehrreich als auch nützlich sein. Weitere „Hinweise” dieser Art finden Sie in Büchern und auf Internetseiten, die sich mit der natürlichen Orientierung befassen.

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