
Reis ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen weltweit. Er gehört zu den zehn am häufigsten verzehrten Nutzpflanzen und bildet in bestimmten Kulturen die Grundlage der gesamten Ernährung. Wenn Reis also von einer Krankheit befallen wird, ist das eine ernste Angelegenheit. Ein solches Problem stellt die Scheidenfäule beim Reis dar. Was ist Scheidenfäule beim Reis? Lesen Sie weiter, um Informationen zur Diagnose und Tipps zur Behandlung von Scheidenfäule im Garten zu erhalten.
Was ist Reis-Scheidenfäule?
Reis gehört eigentlich zur Familie der Gräser und ist ihnen auch im Aufbau sehr ähnlich. So ist beispielsweise die Scheide, ein unteres Blatt, das den Stängel umhüllt, fast identisch mit der anderer Graspflanzen. Bei Reis mit Scheidenfäule verfärbt sich dieses röhrenförmige, umschließende Blatt bräunlich-schwarz. Dieses umschließende Blatt umhüllt die knospenden Blüten (Rispen) und zukünftigen Samen, wodurch die Krankheit dort Schaden anrichtet, wo die Scheide abstirbt oder die Rispen infiziert.
Die Scheide ist durch rotbraune Läsionen oder manchmal bräunlich-braune unregelmäßige Flecken auf der umhüllenden Scheide gekennzeichnet. Mit fortschreitender Krankheit bilden sich innerhalb der Flecken dunklere Punkte. Wenn man die Scheide abzieht, findet man im Inneren einen weißen, frostartigen Schimmel. Die Rispe selbst ist deformiert und hat einen verdrehten Stiel. Die Blüten sind verfärbt und die daraus entstehenden Körner sind leicht und beschädigt.
Bei schweren Infektionen mit Scheidenfäule kommt es nicht einmal zum Austreiben der Rispen. Reis mit Scheidenfäule hat geringere Erträge und kann nicht infizierte Pflanzen anstecken.
Was verursacht die Schwarzscheidenfäule bei Reis?
Die Schwarzscheidenfäule bei Reis ist eine Pilzkrankheit. Sie wird durch Sarocladium oryzae verursacht. Es handelt sich in erster Linie um eine samenübertragene Krankheit. Der Pilz überlebt auch auf verbleibenden Ernterückständen. Er gedeiht in übermäßig dicht bepflanzten Kulturen und in Pflanzen, die Schäden aufweisen, die das Eindringen des Pilzes ermöglichen. Pflanzen, die an anderen Krankheiten wie Virusinfektionen leiden, sind einem höheren Risiko ausgesetzt.
Reis mit Scheidenfäulepilz tritt am häufigsten bei feuchtem Wetter und Temperaturen von 20 bis 28 °C (68 bis 82 °F) auf. Die Krankheit tritt am häufigsten gegen Ende der Saison auf und führt zu Ertragseinbußen sowie zu missgebildeten Pflanzen und Körnern.
Behandlung von Reis-Scheidenfäule
Die Ausbringung von Kalium-, Calciumsulfat- oder Zinkdünger stärkt nachweislich die Scheide und verhindert einen Großteil der Schäden. Bestimmte Bakterien, wie z. B. Rhizobakterien, sind für den Pilz giftig und können die Krankheitssymptome unterdrücken.
Fruchtfolge, Eggen und die Pflege eines sauberen Feldes sind wirksame Maßnahmen, um Schäden durch den Pilz zu verhindern. Die Entfernung von Unkrautwirten aus der Familie der Gräser kann dazu beitragen, das Auftreten von Reis-Scheidenfäule zu verringern.
Die Anwendung von chemischen Fungiziden auf Kupferbasis zweimal alle zwei Wochen hat sich bei stark befallenen Kulturen als wirksam erwiesen. Eine gängige Strategie zur Reduzierung ist die Vorbehandlung des Saatguts mit Mancozeb vor der Aussaat.
Hinweis: Alle Empfehlungen zum Einsatz von Chemikalien dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Die Nennung bestimmter Markennamen oder kommerzieller Produkte oder Dienstleistungen bedeutet keine Empfehlung. Chemische Bekämpfungsmittel sollten nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da biologische Methoden sicherer und umweltfreundlicher sind.




