Seifenkraut anbauen: Tipps zur Pflege von Seifenkraut

Wussten Sie, dass es eine mehrjährige Pflanze namens Seifenkraut (Saponaria officinalis) gibt, die ihren Namen tatsächlich daher hat, dass man aus ihr Seife herstellen kann? Diese interessante Pflanze, die auch als „Bouncing Bet” (ein früherer Spitzname für Waschfrauen) bekannt ist, lässt sich leicht im Garten anbauen.

Die mehrjährige Pflanze Seifenkraut

Bereits die frühen Siedler bauten Seifenkraut an und verwendeten es als Waschmittel und Seife. Es kann zwischen 30,5 und 91,5 cm hoch werden und da es sich leicht selbst aussät, kann Seifenkraut in geeigneten Bereichen als Bodendecker verwendet werden. Die Pflanze wächst in der Regel in Kolonien und blüht von Hochsommer bis Herbst. Die Blütenstände sind blassrosa bis weiß und duften leicht. Auch Schmetterlinge werden oft von ihnen angezogen.

Wie man Seifenkraut anbaut

Seifenkraut ist leicht anzubauen und eignet sich gut für leere Beete, Waldränder oder Steingärten. Seifenkrautsamen können im Spätwinter drinnen ausgesät werden, wobei die jungen Setzlinge nach dem letzten Frost im Frühjahr in den Garten gepflanzt werden. Ansonsten können sie im Frühjahr direkt im Garten ausgesät werden. Die Keimung dauert etwa drei Wochen. Seifenkrautpflanzen gedeihen in voller Sonne bis leichtem Schatten und vertragen fast jeden Bodentyp, sofern er gut drainiert ist. Die Pflanzen sollten einen Abstand von mindestens 30,5 cm zueinander haben.

Pflege von Seifenkraut als Bodendecker

Obwohl sie eine gewisse Vernachlässigung verträgt, ist es immer ratsam, die Pflanze im Sommer gut zu gießen, insbesondere bei trockenen Bedingungen. Das Entfernen verwelkter Blüten kann oft zu einer zusätzlichen Blüte führen. Es ist auch notwendig, Seifenkraut davon abzuhalten, zu invasiv zu werden, obwohl es nicht schadet, einige Blüten für die Selbstaussaat intakt zu lassen. Wenn gewünscht, können Sie die Pflanze nach der Blüte zurückschneiden. Mit einer Schicht Mulch überwintert sie problemlos, insbesondere in kühleren Regionen (winterhart bis USDA-Pflanzenhärtezone 3).

Selbstgemachtes Seifenkraut-Waschmittel

Die Saponine in der Seifenkrautpflanze sind für die Bildung der Seifenblasen verantwortlich. Sie können ganz einfach Ihre eigene Flüssigseife herstellen, indem Sie etwa zwölf Blattstiele nehmen und sie in einen halben Liter Wasser geben. Dies wird in der Regel etwa 30 Minuten lang gekocht, dann abgekühlt und abgesiebt. Alternativ können Sie mit diesem kleinen, einfachen Rezept beginnen, für das Sie nur eine Tasse zerkleinerte, locker gefüllte Seifenkrautblätter und 3 Tassen (710 ml) kochendes Wasser benötigen. Lassen Sie das Ganze etwa 15 bis 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln. Lassen Sie es abkühlen und seihen Sie es dann ab. Hinweis: Die Seife ist nur kurz haltbar (etwa eine Woche), verwenden Sie sie daher sofort. Seien Sie vorsichtig, da dies bei manchen Menschen zu Hautreizungen führen kann.

Schreibe einen Kommentar