
Es gibt nichts Besseres als eine perfekt reife Birne, die vor zuckersüßem Saft nur so trieft, egal ob es sich um eine Sommer- oder Winterbirne handelt. Sie wissen nicht, was eine Sommerbirne und was eine Winterbirne ist? Es mag zwar naheliegend erscheinen, dass der Unterschied darin besteht, wann sie gepflückt werden, aber der Unterschied zwischen Winter- und Sommerbirnen ist etwas komplizierter.
Sommerbirne vs. Winterbirne
Der Birnbaum ist in den Küsten- und gemäßigten Regionen Westeuropas und Nordafrikas sowie im Osten Asiens beheimatet. Es gibt mehr als 5.000 Birnensorten! Sie lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen: die weichfleischigen europäischen Birnen (P. communis) und die knackigen, fast apfelähnlichen asiatischen Birnen (P. pyrifolia). Europäische Birnen schmecken am besten, wenn sie am Baum gereift sind, und lassen sich wiederum in zwei Kategorien unterteilen: Sommerbirnen und Winterbirnen. Sommerbirnen sind solche wie Bartlett, die nach der Ernte ohne Lagerung reifen können. Winterbirnen sind solche wie D’Anjou und Comice, die einen Monat oder länger in Kühlhäusern gelagert werden müssen, bevor sie ihre optimale Reife erreichen. Der Unterschied zwischen Winter- und Sommerbirnen hängt also eher mit dem Zeitpunkt der Reife als mit dem Zeitpunkt der Ernte zusammen, aber beide haben ihre eigenen einzigartigen Vorteile.
Was ist eine Sommerbirne?
Sommer- und Winterbirnen unterscheiden sich ebenso stark wie Sommer- und Winterkürbisse. Sommerbirnen werden früh (Sommer-Herbst) geerntet und reifen am Baum. Mit Ausnahme von Bartlett und Ubileen sind sie in der Regel klein bis mittelgroß. Sie haben eine dünne, empfindliche, leicht verletzbare Schale, wodurch sie eine kürzere Lager-, Transport- und Verkaufszeit haben als Winterbirnen. Aufgrund dieser Empfindlichkeit fehlt ihnen auch die Festigkeit von Winterbirnen, die manche Menschen bevorzugen. Daher sind sie für kommerzielle Erzeuger weniger attraktiv, aber ideal für den Hausgarten. Sie können am Baum oder durch wenige Tage Kühlung nach der Ernte gereift werden.
Was ist eine Winterbirne?
Winterbirnen werden entsprechend ihrer Reifezeit als solche kategorisiert. Sie werden im Herbst geerntet, aber anschließend kühl gelagert. Sie benötigen 3–4 Wochen Kühllagerung, um zu reifen. Hier gibt es eine feine Grenze: Wenn Winterbirnen zu früh gepflückt werden, bleiben sie hart und werden nie süß, aber wenn sie zu spät gepflückt werden, wird das Fruchtfleisch weich und matschig. Kommerzielle Erzeuger verlassen sich daher auf technische und elektronische Methoden, um den richtigen Zeitpunkt für die Ernte von Winterbirnen zu bestimmen, aber für den Hobbygärtner ist dies logistisch nicht unbedingt praktikabel. Eine Kombination verschiedener Kriterien kann verwendet werden, um zu bestimmen, wann der Hobbygärtner die Früchte ernten sollte. Zunächst kann das Kalenderdatum, an dem die Früchte normalerweise geerntet werden, hilfreich sein, obwohl es je nach Faktoren wie dem Wetter um 2–3 Wochen abweichen kann. Eine auffällige Farbveränderung ist ein weiterer Faktor. Alle Birnen verändern ihre Farbe, wenn sie reifen; natürlich hängt es von der Sorte ab, auf welche Farbveränderung Sie achten müssen. Auch die Farbe der Kerne verändert sich mit zunehmender Reife der Früchte. Sie wechselt von weiß über beige zu dunkelbraun oder schwarz. Pflücken Sie eine Birne und schneiden Sie sie auf, um die Farbe der Kerne zu überprüfen. Schließlich sind Winterbirnen in der Regel reif für die Ernte, wenn sie sich durch leichtes Ziehen leicht vom Stiel lösen lassen. Es gibt sicherlich Liebhaber der einen oder anderen Sorte – eingefleischte Anhänger von Sommer- oder Winterbirnen –, aber wie bei fast allem im Leben kommt es letztlich auf die individuellen Vorlieben an.




