Keine Umtopfen einer Kaktuspflanze für mich

Ich züchte zu Hause eine Handvoll Kakteen. Viele sind harmlos, wie mein Fischgrätenkaktus, mein Drachenfruchtkaktus und mein Thanksgiving-Kaktus. Aber einige von ihnen, insbesondere die verschiedenen Echinopsis-Arten, haben eine Eigenschaft, die mich davon abhält, sie jemals umtopfen zu wollen… feine, haarähnliche Stacheln.

Ich brauche hier ein bisschen Hilfe!

Zum Glück muss man Kakteen nicht allzu oft umtopfen. Wenn das so wäre, würde ich schon in der ersten Runde aussteigen. Mein Großvater hatte ein Händchen für Kakteen. Er war wie ein Kaktusflüsterer und züchtete einige der schönsten Pflanzen, die ich je gesehen habe … und einige davon waren ziemlich groß. Ich erinnere mich gerne an sie, wenn ich Ohio besuche.

Direkt vor einem großen, malerischen Fenster in seinem Keller, mit Blick auf den Garten hinter dem Haus, in dem ich einen Großteil meiner Kindheit damit verbracht habe, Erdbeeren zu pflücken, standen mehrere Kakteen.

Es gab einen, der alle anderen überragte und die schönsten Blüten hatte. Er musste diesen sicher mehr als einmal umtopfen. Leider wurde mir diese Fähigkeit nicht vermittelt. Ich habe mir zwar durch langjährige Gartenarbeit und viel Ausprobieren einen „grünen Daumen” angeeignet, aber Kakteen und Sukkulenten (zumindest die meisten) sind mir immer noch ein Rätsel.

Kakteen müssen selten umgetopft werden, aber wenn doch, dann ist das keine Aufgabe, auf die ich mich freue. Selbst mit Handschuhen und einer Zange geht dabei immer etwas schief. Ich werde immer gestochen, und das tut weh! Und das Schlimmste daran ist, dass ich weiß, was ich tue, dass ich weiß, wie man einen Kaktus umtopft, aber aus irgendeinem Grund schaffe ich es nicht ohne Probleme. Anscheinend bin ich einfach nicht sehr gut darin, oder vielleicht spürt die Pflanze meine Nervosität, was es mir noch schwerer macht, diese Aufgabe unbeschadet zu bewältigen. Der Vorgang dauert normalerweise viel länger, als er sollte. Ich bin oft frustriert. Und natürlich fliegen nach ein paar Mal Steckenbleiben jede Menge Schimpfwörter.

Zum Glück haben Kakteen flache Wurzeln und können auf engem Raum wachsen. Um das Umtopfen ganz zu vermeiden, versuche ich, sie wann immer möglich in größere Töpfe zu setzen, als eigentlich nötig wäre, was ebenso wenig Spaß macht wie das Umtopfen. Aber sie wachsen ohnehin langsam, sodass ich mir keine allzu großen Sorgen mache, dass sie zu groß werden könnten. Und es ist ja nicht so, als würde ich jemals welche züchten, die so groß sind wie die meines Großvaters. Ich habe mich bereits damit abgefunden, dass ich außer Erdbeeren, die so lecker sind wie seine, niemals Kakteen wie mein Großvater züchten werde, also werde ich einfach weiterhin so lange wie möglich vermeiden, sie umzutopfen.

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