Lernen Sie die Grundlagen über die Unkrautsamenbank im Boden kennen

Wenn Sie regelmäßig Probleme mit Unkraut in Ihrem Garten haben, gibt es dafür einen Grund – nämlich die sogenannte Saatgutbank im Boden. Eine Saatgutbank im Boden ist ein natürlicher Mechanismus, der dafür sorgt, dass Unkraut trotz aller Bemühungen, es zu beseitigen, überlebt. Die Techniken zur Bekämpfung von Saatgutbanken reichen von Solarisation bis hin zu Vergiftung … wobei einige erfolgreicher sind als andere. Wie kann man also eine Unkrautsamenbank im Boden beseitigen? Lesen Sie weiter, um alles über Samenbanken zu erfahren und zu lernen, wie Sie den Kampf gegen Unkraut gewinnen können.

Definition der Unkrautsamenbank

Eine Unkrautsamenbank ist ein Reservoir an keimfähigen Samen im Boden. Jeder Boden enthält eine Samenbank, die aus Samen besteht, die auf die perfekten Bedingungen für ihre Keimung warten. Sie warten vielleicht auf genau die richtige Menge Regen, höhere Temperaturen oder mehr Sonnenschein. Einige Samenarten müssen im Boden aufgewühlt werden oder benötigen sogar Feuer, um ihre Keimung auszulösen.

Überleben von Unkraut

Landwirtschaftlicher Boden enthält Tausende von Samen pro Quadratmeter. Die Anzahl und Vielfalt variiert je nach früheren Anbaumethoden, Bodentyp, Region usw. In Ihrer Landschaft befinden sich vielleicht nicht ganz so viele Samen in der Samenbank, aber es sind dennoch genug vorhanden, um den Gärtner zu frustrieren.

Wie gelangen sie dorthin? Sie werden vom Wind verweht oder von Wildtieren eingeschleppt. Sie können über Pflanzsubstrate oder Dünger oder sogar in umgepflanzten Pflanzen eingeschleppt werden. Viele verbreitete Unkrautarten können pro Saison Tausende von Samen aus einer einzigen Pflanze produzieren. Und dann ist da noch die Keimfähigkeit.

Keimfähigkeit bedeutet, wie lange der Samen verwendbar bleibt, d. h. wie lange er liegen bleiben kann und noch keimen kann. Einige Samen, wie z. B. Löwenzahn, sind nur für kurze Zeit lebensfähig, während andere, wie z. B. Portulak, 20 Jahre, Portulak 40 Jahre und Königskerzensamen bis zu 100 Jahre überleben können!

Wie man die Unkrautsamenbank verwaltet

Die Unkrautbekämpfung kann entweder kurzfristig oder langfristig erfolgen. Kurzfristige Bekämpfung bedeutet, Unkraut während des anfänglichen Pflanzenwachstums zu bekämpfen, während langfristige Bekämpfung darauf abzielt, Unkraut während der gesamten Saison zu bekämpfen.

Die sicherste Methode zur Bekämpfung von Unkraut in der Samenbank besteht darin, die Samen keimen zu lassen. Die Keimlinge können dann entweder mit Chemikalien oder mechanischen Mitteln abgetötet oder durch Anpflanzen von Deckfrüchten unterdrückt werden.

Obwohl es kontraintuitiv erscheint, hat das Keimenlassen der Unkrautsamen den Vorteil, dass dadurch die Anzahl der Samen in der Samenbank reduziert wird. Solange die Unkrautkeimlinge nicht reifen und Samen produzieren können, wird die Samenbank weiter reduziert.

Dies wiederum verhindert, dass Unkraut später in der Vegetationsperiode auftaucht und mit den Nutzpflanzen oder etablierten Anpflanzungen um Nährstoffe und Wasser im Boden konkurriert. Diese Methode zur Kontrolle der Samenbank wird als „Stale Seedbed”-Technik bezeichnet. Sie reduziert nicht nur die Anzahl der Samen im Boden, sondern verhindert auch die Produktion neuer Unkrautsamen.

Wie man Unkraut mit einem abgestandenen Saatbeet bekämpft

Beginnen Sie einige Wochen vor der Aussaat mit der Umsetzung eines abgestandenen Saatbeets, indem Sie die Fläche bearbeiten. Diese anfängliche Bearbeitung hat zwei Wirkungen: Sie tötet überwinternde Unkräuter ab und bringt Unkrautsamen an die Bodenoberfläche, wo sie Licht und Wasser ausgesetzt sind und besser keimen können.

Diese nachfolgende Unkrautsgeneration kann je nach vorhandenen Unkrautsamen und Bedingungen über Nacht oder im Laufe einiger Wochen keimen. Wenn die Unkrautkeimlinge noch klein sind, bearbeiten Sie den Boden erneut. Wiederholen Sie die Bodenbearbeitung nach Bedarf bis zum Zeitpunkt der Aussaat. Oft reichen drei Bearbeitungszyklen aus, um die Anzahl der Unkräuter deutlich zu reduzieren.

Damit diese Methode der Unkrautbekämpfung funktioniert, dürfen die Unkrautkeimlinge nicht zu groß werden. Bearbeiten Sie den Boden, sobald die Keimlinge aus der Erde sprießen, aber noch keine Blätter haben, also wenn sie sich im Stadium der weißen Fäden befinden. Bearbeiten Sie den Boden nicht zu tief. Lockern Sie die Oberfläche nur um einige Zentimeter (5 cm) auf, möglichst weniger. Diese Methode erfordert Bodenfeuchtigkeit, daher sollten Sie den Bereich nach der Bearbeitung unbedingt bewässern.

Die Einrichtung eines abgestandenen Saatbeets kann zwar die Aussaat etwas verzögern, aber da keine Unkräuter wachsen, erhält der Bereich mehr Sonne und Wasser, was das Wachstum fördert.

Hinweis: Alle Empfehlungen zum Einsatz von Chemikalien dienen nur zu Informationszwecken. Chemische Bekämpfungsmittel sollten nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da biologische Methoden sicherer und umweltfreundlicher sind.

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