
Japan ist eines der Länder mit einer jahrhundertealten Kultur, die auch im modernen Leben noch präsent ist. Dort gibt es eine Praxis namens Shou sugi ban oder Yakisugi, eine ungiftige Methode zur Konservierung von Holz. Shou sugi ban bedeutet „verbranntes Zedernholzbrett“, obwohl auch andere Holzarten verwendet werden können. Diese Methode, Holz für Hochbeete zu verkohlen, sorgt für eine strapazierfähige, langlebige Struktur ohne Zusatz von Chemikalien. Hochbeete aus Shou sugi ban sind attraktiv und bieten einen organischen Lebensraum für all Ihre Obst- und Gemüsesorten.
Was ist Shou Sugi Ban?
Shou sugi ban scheint bis in die Edo-Zeit in Japan zurückzureichen. In Japan gibt es noch immer jahrhundertealte Strukturen, die mit dieser Holzschutzmethode behandelt wurden. Bei diesem Verfahren wird das Holz verkohlt und geölt. Das resultierende Material ist resistent gegen Schädlinge, Fäulnis und Feuer. Es hat eine Alligatorhautstruktur und eine tiefschwarze Farbe. Bei der traditionellen Vorbereitung wurden drei Bretter zu einer Art Kamin zusammengebunden und das Feuer durfte den Kamin hinaufsteigen, wodurch das Holz verkohlt wurde.
Ursprünglich war es ein Baumaterial der unteren Klasse, da es kostengünstig und langlebig war. Um die 1970er Jahre herum wurde Shou Sugi Ban als Yakisugi bekannter und erfreute sich erneut großer Beliebtheit. Heute ist es ein sehr begehrtes Baumaterial.
Vorteile von Shou Sugi Ban-Hochbeeten
Ein Hochbeet aus Shou Sugi Ban ist langlebig und strapazierfähig und zudem relativ kostengünstig. Durch dieses Verfahren wird das Holz tatsächlich gestärkt und für lange Zeit widerstandsfähig gegen Fäulnis. Während des Brennens wird überschüssige Feuchtigkeit aus dem Holz gezogen und die Maserung versiegelt sich. Die Verkohlung reduziert und vertreibt Schädlinge wirksam. Außerdem versiegelt sie das Holz, sodass Insekten wie Termiten sich nur schwer in die Struktur eingraben können. Das Verbrennen von Holz für Hochbeete hinterlässt zudem eine attraktive, moderne und dennoch rustikale Oberfläche.
Wie man Shou Sugi Ban-Hochbeete herstellt
Während Zedernholz, insbesondere rote Zeder, das traditionell verwendete Holz ist, sind auch andere Hölzer geeignet. Kiefer, Eiche, Hemlocktanne und Ahorn können ebenfalls verwendet werden. Da Sie Holz für Hochbeete verbrennen, hängt die Wahl der Holzart von Ihren Vorlieben, Ihrem Budget und Ihren ästhetischen Vorstellungen ab.
Zunächst bauen Sie die Beete in den von Ihnen gewünschten Abmessungen. Holzplanken, Eckverstrebungen und optional eine Abdeckleiste in Kombination mit Schrauben reichen für diesen Teil der Arbeit aus. Es ist wahrscheinlich einfacher, die Bretter vor dem Zusammenbau zu verkohlen, aber es kann auch danach erfolgen. Das bleibt Ihnen überlassen. Am einfachsten lässt sich die Verkohlung mit einem großen Propangasbrenner erzielen. Die Flamme sollte gerade so lange brennen, bis die Oberfläche verkohlt ist. In den meisten Fällen fängt das Holz nicht wirklich Feuer, aber halten Sie für alle Fälle Wasser bereit.
Fertigstellung von Shou Sugi Ban
Nach dem Verkohlen bürsten Sie das Holz mit einer Drahtbürste ab. Dadurch wird ein Teil der überschüssigen Asche entfernt, aber auch in Risse und Spalten gedrückt, wodurch Lücken gefüllt werden. Versiegeln Sie das Holz abschließend mit Lein- oder Tungöl. Dabei handelt es sich um natürliche Öle. Tragen Sie mit einem Pinsel eine dicke Schicht Öl auf alle Oberflächen der Bretter auf. Lassen Sie es 10 Minuten einwirken und wischen Sie dann überschüssiges Öl mit alten Lappen ab. Wenn die Bretter trockene Stellen aufweisen, tragen Sie das Öl auf die gleiche Weise erneut auf.
Sicherheitshinweise
Die erste Vorsichtsmaßnahme liegt auf der Hand. Wir arbeiten mit Feuer. Tragen Sie geeignete Kleidung, Augenschutz, Stiefel und feste, feuerfeste Handschuhe. Halten Sie Wasser in der Nähe bereit. Verbrennen Sie das Pflanzholz an einem Ort, an dem die Oberfläche, auf der es steht, nicht Feuer fangen kann. Eine Zementauffahrt oder Terrasse ist ideal, sofern sie weit genug von Gebäuden entfernt ist. Kiesflächen eignen sich ebenfalls, aber tränken Sie den Bereich vorher mit Wasser, falls sich dort Pflanzenreste befinden, die Feuer fangen könnten.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Probleme mit Shou Sugi Ban?
Für manche Gärtner ist dieses Projekt aufgrund fehlender Bau- und Verkohlungsflächen nicht praktikabel. Wenn Sie den Charme eines weißen Lattenzauns mögen, sehen Ihre Beete ästhetisch vielleicht besser aus, wenn sie weiß getüncht sind. Mit der Zeit verblasst die schwarze Verkohlung des Holzes und muss möglicherweise erneut behandelt werden. Aufgrund der natürlichen Beschaffenheit des Holzes ist das Finish zudem nicht einheitlich. Dies ist ein arbeitsintensiver, schmutziger Prozess, der nicht für jeden geeignet ist.
Welche Holzart eignet sich am besten für Shou Sugi Ban?
Historisch gesehen wird Zedernholz verwendet, aber auch andere Hölzer sind geeignet. Zypresse, Ahorn, Fichte, Eiche, Hemlocktanne und Kiefer sind allesamt Hölzer, die heute mit diesem Verfahren behandelt werden.




