
Ein Rasen ist nicht die umweltfreundlichste Art der Gartengestaltung. Es handelt sich um eine nicht heimische Monokultur, die in der Regel keine lokale Tierwelt unterstützt. Durch biologische Rasenpflege kann Ihr Garten jedoch weniger schädlich für das lokale Ökosystem sein.
Über natürliche Rasenpflege
Es gibt keine offiziellen Standards dafür, was biologische Praktiken für die Rasenpflege ausmacht. Im Allgemeinen bedeutet dies, dass Methoden angewendet werden, die umweltfreundlicher und nachhaltiger sind.
Dazu kann gehören, dass man organischen Dünger anstelle von synthetischen Produkten verwendet, weniger oft gießt, pflegeleichte Grasarten wählt und den Einsatz von Pestiziden einschränkt oder vermeidet.
Organische oder natürliche Pflege bedeutet nicht, den Rasen einfach zu ignorieren. Ihn außer zum Mähen in Ruhe zu lassen, macht Ihren Rasen nicht unbedingt umweltfreundlicher. Vernachlässigung kann zu kahlen Stellen, Abfluss und Erosion führen.
Verwendung eines organischen Düngers für den Rasen
Eine der besten Maßnahmen, die Sie ergreifen können, ist der Verzicht auf synthetische Düngemittel für Ihren Rasen. Diese Produkte führen zu einem erheblichen Abfluss von Stickstoff und Phosphor in Gewässer, was zu Algenblüten führt. Dies ist für die Wasserfauna verheerend. Synthetischer Dünger kann auch Tieren, Haustieren und Kindern schaden, die sich auf dem Rasen aufhalten.
Organischer Rasendünger ist die bessere Wahl und sorgt für einen gesünderen Rasen. Verwenden Sie natürliche Produkte wie Kompost oder Regenwurmhumus. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie zunächst Ihren Boden testen. So erhalten Sie eine bessere Vorstellung davon, was er tatsächlich benötigt. Auf diese Weise können Sie feststellen, ob Sie spezielle Bodenverbesserungsmittel oder einen guten allgemeinen organischen Dünger benötigen.
Weitere natürliche Rasenpflegeprodukte und Tipps
Die Umstellung der Rasendüngung ist ein großer Schritt. Hier sind einige weitere Maßnahmen und Produkte, mit denen Sie Ihren Rasen natürlicher gestalten können:
- Pflanzen Sie die richtige Grasart. Wählen Sie eine Grasart, die für Ihr lokales Ökosystem am besten geeignet ist. Die Rasen-Rohrschwingelgrasart gehört zu den besten Optionen für einen Bio-Rasen. Sie verträgt viele schlechte Bedingungen und erfordert weniger Pflege und weniger Produkte als andere Arten.
- Vermeiden Sie Herbizide. Lernen Sie, mit einigen Unkräutern im Garten zu leben. Klee beispielsweise erhöht tatsächlich den nützlichen Stickstoffgehalt im Boden. Unkraut, das Sie wirklich nicht möchten, sollten Sie von Hand entfernen oder sich auf die Vorbeugung konzentrieren. Ein kräftiger, natürlicher Rasen verdrängt Unkraut.
- Mähen Sie hoch. Wenn Sie das Gras schneiden, mähen Sie hoch, d. h. schneiden Sie nicht mehr als das obere Drittel der Halme ab. So bleibt das Gras gesünder. Außerdem hilft es, Unkraut zu beschatten.
- Gießen Sie sparsam.Bewässern Sie Ihren Rasen selten, aber reichlich, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Im Hochsommer, wenn die Temperaturen steigen, sollte Ihr Rasen in eine Ruhephase eintreten. Das ist ganz natürlich, widerstehen Sie also dem Drang, ihn zu bewässern.
- Mulchen Sie Laub im Herbst. Anstatt die Herbstblätter zusammenzurechen und zu sammeln, fahren Sie mit dem Rasenmäher darüber. Mulchen Sie sie, wenn sie trocken sind, in kleine Stücke, damit sie sich gleichmäßig auf dem Rasen verteilen und schneller zersetzen.
- Verwenden Sie natürliche Pestizide. Suchen Sie nach biologischen Pestiziden, um Insektenprobleme zu bekämpfen. Beispielsweise können nützliche Nematoden dabei helfen, die Populationen von Engerlingen zu kontrollieren.




