
Skeletonweed (Chondrilla juncea) ist unter vielen Namen bekannt – Rush Skeletonweed, Devil’s Grass, Nakedweed, Gum Succor – aber wie auch immer man es nennt, diese nicht heimische Pflanze wird in vielen Bundesstaaten als invasives oder schädliches Unkraut eingestuft. Daher ist die Bekämpfung von Skeletonweed ein wichtiges Anliegen.
Rush Skeletonweed zu vernichten ist nicht einfach. Es ist extrem widerstandsfähig und resistent gegen mechanische und kulturelle Bekämpfungsmethoden. Da es so hartnäckig ist, stellt sich die Frage, wie man Skeletonweed bekämpfen kann.
Über die Bekämpfung von Skeletonweed
Es wird angenommen, dass Rush Skeletonweed um 1872 über kontaminiertes Saatgut oder Tierstreu in den Osten Nordamerikas eingeschleppt wurde. Heute hat sich diese fast 91 cm hohe, mehrjährige krautige Pflanze im ganzen Land verbreitet.
Es vermehrt sich sowohl durch Samen als auch durch seitliche Wurzeln, die selbst wenn sie abgebrochen werden, mit Sicherheit eine neue Pflanze hervorbringen. Diese hartnäckige Vermehrungsfähigkeit macht die Bekämpfung von Skeletonweed zu einer Herausforderung. Da es aus Wurzelfragmenten wieder austreiben kann, ist eine mechanische Bekämpfung durch Ausreißen, Ausgraben oder Eggen nur dann wirksam, wenn sie konsequent (6–10 Jahre) durchgeführt wird.
Auch das Abbrennen ist zur Bekämpfung von Skeletonweed ebenso wenig geeignet wie die Beweidung durch Vieh, da dadurch offenbar nur die Wurzelstöcke verteilt werden, was zu weiteren Pflanzen führt. Auch das Mähen ist zur Bekämpfung von Skeletonweed unzureichend.
Wie man Skeletonweed bekämpft
Die einzige erfolgreiche nicht-chemische Methode zur Bekämpfung von Skelettkraut ist die Einführung des Rostpilzes (Puccinia chondrillina). Er wurde zuerst in Australien eingeführt und wird seitdem als biologisches Bekämpfungsmittel im Westen der Vereinigten Staaten eingesetzt, allerdings mit weniger beeindruckenden Ergebnissen. Da dieses einzige biologische Bekämpfungsmittel bei der Bekämpfung des invasiven Unkrauts nicht wirksam war, wurden zwei weitere biologische Bekämpfungsmittel hinzugefügt: die Skeletonweed-Gallmücke und die Skeletonweed-Gallmilbe, die offenbar das Vorkommen der Pflanze in Bundesstaaten wie Kalifornien reduzieren.
Ansonsten bleibt als einzige weitere Möglichkeit zur Bekämpfung von Skeletonweed der Einsatz chemischer Mittel. Herbizide sind aufgrund des ausgedehnten Wurzelsystems und der geringen Blattfläche der Pflanze oft unzureichend. Bei großflächigem Befall ist dies jedoch die einzige Option.
Beachten Sie stets die Sicherheits- und Anwendungshinweise des Herstellers. Eine erfolgreiche Bekämpfung von Skeletonweed erfordert mehrere Anwendungen. Die besten Ergebnisse erzielen Herbizide, die im Herbst allein oder in Kombination mit 2,4-D angewendet werden. Clopyralid, Aminopyralid und Dicamba wirken ebenfalls auf das Wurzelsystem und können bei der Bekämpfung von Skeletonweed hilfreich sein.
Hinweis: Alle Empfehlungen zum Einsatz von Chemikalien dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Die Nennung bestimmter Markennamen oder kommerzieller Produkte oder Dienstleistungen bedeutet keine Empfehlung. Der Einsatz von Chemikalien sollte nur als letztes Mittel erfolgen, da biologische Methoden sicherer und umweltfreundlicher sind.




