
In Zeiten von Dürre, Hitzewellen und wassersparenden Gärten legen viele Gärtner Wert auf Effizienz bei der Bewässerung. Die Tropfbewässerung gilt allgemein als die effizienteste Methode, Pflanzen zu bewässern. Aber es gibt jetzt etwas noch Besseres: die unterirdische Tropfbewässerung. Sie ist eine Stufe höher – oder besser gesagt, eine Stufe tiefer – und versorgt die Wurzeln jeder Pflanze unter der Erde direkt mit Wasser unter niedrigem Druck.
Unterirdische Tropfbewässerung
Die unterirdische Tropfbewässerung – bekannt als SDI – ist ein Bewässerungssystem, bei dem eine Tropfleitung aus Polyethylenrohr unter der Erde verlegt wird, um Wasser an die Wurzelzone einer Pflanze abzugeben. Warum ist das gut? Der Hauptvorteil von SDI besteht darin, dass der Gärtner die Bewässerung des Wurzelbereichs präziser steuern kann. Das bedeutet weniger Verdunstungsverluste und die Möglichkeit, Nährstoffe dosiert zuzuführen.
Ein unterirdisches Tropfbewässerungssystem ermöglicht auch die unterirdische Bewässerung von Feldern mit unregelmäßiger Form. Darüber hinaus kann der Gärtner damit den unterschiedlichen Wasserbedarf verschiedener Böden und Kulturen berücksichtigen.
So funktioniert SDI
Die Grundstruktur eines unterirdischen Bewässerungssystems ist die Tropfleitung, die im Boden verlegt wird. Sie muss unterhalb der Belüftungstiefe, mindestens 15 bis 30 cm unter der Erdoberfläche, verlegt werden. Eine SDI-Tropfleitung verfügt über kleine Löcher, sogenannte Emitter, die gleichmäßig über ihre gesamte Länge verteilt sind. Der Druck des Wassers im Inneren des Schlauchs drückt das Wasser tropfenweise aus den Emittern heraus. Der Abstand zwischen den Emittern hängt von der Art des Bodens und seiner Wasserhaltefähigkeit ab.
Die Wassermenge wird durch die Dicke der Tropfleitung und die Abstände der Emitter reguliert, die in der Regel alle 20 bis 60 cm (8 bis 24 Zoll) angebracht sind. Den geeigneten Abstand bestimmen Sie anhand der Wasserhaltekapazität des Bodens.
Bei der unterirdischen Tropfbewässerung bleibt die Bodenoberfläche trocken, sodass weder die Hitze der Sonne noch der Wind zu Wasserverlusten führen. Ein ordnungsgemäß installiertes, gewartetes und verwaltetes SDI-System ist das derzeit effizienteste Bewässerungssystem auf dem Markt.
Unterirdische Tropfbewässerung für Rasenflächen
Unterirdische Bewässerungssysteme werden regelmäßig für landwirtschaftliche Kulturen wie Mais eingesetzt, aber wie sieht es mit Bepflanzungen in privaten Gärten aus? Studien deuten darauf hin, dass unterirdische Bewässerungssysteme sehr gut für Rasenflächen geeignet sind, die zu den größten Wasserverbrauchern in amerikanischen Haushalten gehören.
Jeder Hausbesitzer weiß, dass sein üppig grüner Rasen weit mehr Wasser verbraucht, als ihm zusteht. Das gilt ebenso für das Gras auf Sportplätzen und Golfplätzen. Durch die Installation eines unterirdischen Tropfbewässerungssystems kann der Wasserverbrauch gesenkt werden.
Beachten Sie jedoch, dass dies für Mieter keine gute Idee ist. Die SDI-Infrastruktur gilt als dauerhaft, wird im Boden verlegt und bei ordnungsgemäßer Wartung über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg an Ort und Stelle verwendet. Angesichts der relativ hohen Kosten des Systems ist die Installation einer unterirdischen Tropfbewässerung für gemietete oder gepachtete Wohnhäuser möglicherweise nicht wirtschaftlich.
Installation einer SDI für Rasenflächen
Wenn Sie sich fragen, wie Sie eine unterirdische Tropfbewässerung für Rasenflächen installieren können, ist es am besten, einen Fachmann hinzuzuziehen. Um ein unterirdisches Bewässerungssystem ordnungsgemäß zu installieren, benötigen Sie sowohl spezielle Ausrüstung als auch Fachwissen.
Die Beauftragung eines Fachmanns ist teuer, aber eine ordnungsgemäße Installation ist für die Wirksamkeit des Systems von entscheidender Bedeutung. Außerdem gibt es viele verschiedene Schritte zu beachten, die ein Heimwerker möglicherweise übersieht, darunter die Berechnung des geeigneten Durchmessers der Tropfleitung, des Abstands zwischen den Emittern und der richtigen Vorgehensweise.
Beispielsweise müssen Sie nach der Installation sehr schnell Wasser durch die Tropfleitungen laufen lassen. Dies geschieht, um den Wasserfluss zum Boden vollständig zu öffnen. Andernfalls kann sich Erde um die kollabierten Tropfleitungen ansammeln und den Wasserfluss einschränken. Während die Installation in Erde ohne Steine relativ schnell vonstattengeht, kann sie in steiniger Erde extrem schwierig sein.




