
Ein mehrschichtiger Garten ist ein Gestaltungskonzept, das Pflanzen auf ansprechende Weise miteinander verschmelzen lässt. Dabei werden Pflanzen so platziert, dass ihre Eigenschaften optimal zur Geltung kommen und sie die ideale Menge an Sonne und Platz erhalten.
Jede Pflanze hat ihre eigenen Eigenschaften, einige sind auffällig und kräftig, andere zurückhaltend und sanfter. Durch die Gestaltung mit mehrschichtigen Beeten findet jede Pflanze ihren perfekten Standort. Ihre Ziele für die Gartengestaltung können farbliche Akzente, vertikale Reize oder die Abdeckung eines unansehnlichen Bereichs sein.
Ob Gemüse oder Zierpflanzen, die mehrschichtige Landschaft sorgt dafür, dass nicht jede Pflanze im Mittelpunkt steht, sondern Teil eines großartigen Ensembles ist.
Schichten schaffen
Die mehrschichtige Landschaftsgestaltung erfordert ein wenig Planung. Zunächst müssen Sie ein Gartenbeet anlegen, vorzugsweise in der Nähe einer Wasserquelle. Die meisten Pflanzen bevorzugen lockeren, aber organisch reichen Boden mit einem durchschnittlichen pH-Wert. Fügen Sie dem vorhandenen Boden nach Bedarf Zusätze wie Kompost, Laub oder andere organische Stoffe hinzu. Das Beet kann eingefasst oder naturbelassen sein.
In größeren Bereichen empfiehlt es sich, Trittsteine oder einen Gartenweg anzulegen, um die Pflege zu erleichtern. Sobald Sie den Standort vorbereitet haben, ist es an der Zeit, die Anordnung der Pflanzen zu planen. Wie gestaltet man ein Gartenbeet in mehreren Ebenen? Stellen Sie sich das Beet wie eine Pyramide vor, deren Farben, Formen und Farbtöne zum hinteren Teil hin immer intensiver werden.
Bodendecker

Bodendecker sind eine hervorragende Möglichkeit, Tropfbewässerung zu verbergen, Erosion zu verhindern und einen Garten mit Blatt- oder Blütenakzenten zu verbinden. Die meisten Bodendecker sind weniger als 5 cm hoch. Dank ihrer geringen Größe können sie zwischen ihren Artgenossen wachsen und sanft über die Stängel und Stämme anderer Pflanzen streichen.
- Sedum: Mit Sedum kann man nichts falsch machen. Es gibt viele Sorten zur Auswahl, und sie sind pflegeleichte, trockenheitstolerante Pflanzen. Mit der Zeit breitet sich die Sukkulente aus und füllt den Raum um Felsen, Wege und andere Pflanzen aus. Im Frühling bilden sie schöne, goldene, sternförmige Blüten und sind sehr leicht zu vermehren.
- Wolliger Thymian: Mit seinem betörenden Duft und seinen weichen, flaumigen Blättern ist wolliger Thymian eine perfekte Bodendeckerpflanze. Er bildet im Frühling tiefviolette Blüten und breitet sich sanft über den Boden aus. Diese Pflanze ist ebenfalls trockenheitstolerant, sobald sie sich etabliert hat, wächst jedoch am besten bei regelmäßiger Bewässerung.
- Mondo-Gras: Ich verwende diese Pflanze sehr gerne als Bodendecker. Es handelt sich im Grunde um ein dekoratives, büscheliges Miniaturgras. Die normale grüne Form ist schön, aber es gibt auch schwarzes Mondo-Gras, das im Garten eine aufregende Wirkung hat.
- Blauer Sternkriecher:Dies ist eine pflegeleichte Pflanze mit winzigen, periwinkelfarbenen Blüten. Die sanft geschwungenen Blätter sind klein und dicht beieinander angeordnet. Mit der Zeit breitet sich die Blaue Sternblume aus und füllt den Boden. Sie kann zwar einen Bereich überwuchern, eignet sich aber hervorragend, wenn Sie keinen gepflegten Garten wünschen.
- Kriechende Phlox: Diese anpassungsfähige Bodendeckerpflanze gedeiht sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten. Die Kriechende Phlox bildet lila gefärbte, fünfblättrige Blüten, die dicht auf dem Blattteppich sitzen. Sie bevorzugt volle Sonne und mäßig feuchte Böden.
Vordergrundschicht

Die Pflanzen im Vordergrund eines Gartenbeets sollten kürzer sein als die im Hintergrund, damit sie deren Licht nicht blockieren und sie nicht verdecken. Meist handelt es sich dabei um einjährige Beetpflanzen, Zwiebelgewächse und kleinere Stauden. Solche Pflanzen ziehen die Blicke auf sich, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. Als Faustregel gilt eine ungerade Anzahl, aber Sie können so viele pflanzen, wie Sie möchten. Auch Randpflanzen wie kleinere Grasbüschel eignen sich hervorragend für den Vordergrund. Wählen Sie Pflanzen mit einer Höhe zwischen einigen Zentimetern (7,62 cm) und 61 cm (2 Fuß).
- Kleine Farne: Farne haben eine spitzenartige, luftige Beschaffenheit, die zart und architektonisch ist. Gemalte Farne haben attraktive Muster auf ihren Wedeln, während Zimtfarne kurze, aufrechte Wedelbüschel haben.
- Zwiebelgewächse:Sie müssen sich nicht auf klassische Tulpen- oder Narzissenzwiebeln beschränken. Je nach Lichtverhältnissen in Ihrem Garten kommen auch Ranunkeln, Krokusse, Schneeglöckchen, Lauchgewächse und Kaiserkronen in Frage. Mit sorgfältiger Planung können Sie von Frühling bis Herbst überall auf Ihrem Grundstück blühende Zwiebelgewächse haben.
- Zwerggräser: Zwerggräser wie einige Seggen, Liriope oder Korkenzieher-Binsen verleihen der Vorderseite eines Gartenbeets Bewegung und Dimension. Diese Pflanzen sehen auch in Gruppen am besten aus. Hakonechloa ist ein hawaiianisches Gras mit goldenen, herabfallenden Halmen, die über die Ränder des Beetes hängen.
- Einjährige Pflanzen: Einjährige Pflanzen sind klassische Randpflanzen, die den vorderen Bereich des Gartendesigns aufhellen. Ringelblumen, Petunien, Calibrachoa und Zinnien sind alle leicht aus Samen zu ziehen oder relativ preiswert in Gärtnereien erhältlich.
- Kleine Sträucher: Je nach Größe der Pflanzen im Hintergrund bilden kleinere Sträucher einen schönen Kontrast für den vorderen Bereich. Deutzia, Zwergazaleen und „Tater Tot”-Lebensbäume verleihen Struktur und Dimension, ohne den Rest der Bepflanzung zu überwältigen.
Mittlere Ebene

Im mittleren Bereich des Gartens können einige größere Exemplare gepflanzt werden, jedoch sollte keine Pflanze höher als 1,2 bis 1,5 m sein. Hier bietet sich die Möglichkeit, mit Form und Dimension zu spielen, da diese größeren Pflanzen Blickpunkte bilden können.
- Hortensie:Es gibt mehrere grundlegende Blütenformen in dieser Pflanzengruppe. Die auffälligen riesigen Pompons, schmalen lilaähnlichen Zapfen und spärlichen Büschel winziger Blüten. Die Blattform kann breit oder eichenblattförmig sein. Hortensien gibt es in vielen Größen und neuen Farben wie Limettengrün.
- Hosta: Kleinere Hostas eignen sich gut für den Vordergrund, während die größeren Sorten dem mittleren Bereich der Bepflanzung einen zusätzlichen Reiz verleihen. Hostas werden hauptsächlich wegen ihrer riesigen Blätter angebaut, aber im Frühling bilden sie auch charmante, kleine, hängende Glöckchen.
- Stauden: Stauden können in der Mitte des Gartens wirklich glänzen. Zu den attraktivsten gehören Echinacea, Hibiskus, Aster und Riesen-Ysop.
- Rosen: Rosen sind die Grande Dames des Gartens. Sie mögen etwas anspruchsvoll sein, aber wenn sie gut aussehen, gibt es nur wenige Pflanzen, die mit ihrer Blütenpracht und ihrem Duft mithalten können.
- Nandina: Der falsche Bambus hat viel von der Eleganz des echten Bambus, ohne dessen potenzielle Invasivität. Außerdem wird Nandina nur etwa 1,5 m hoch. Er hat zarte Blätter mit grüner und roter Färbung.
Hintergrundschicht

Dies ist der Bereich, in dem Sie den Blick nach oben lenken können. Kombinieren Sie verschiedene Blattstrukturen und verwenden Sie bei Laubpflanzen solche mit interessanten Zweigen und Stielen, sobald die Blätter gefallen sind. Pflanzen in kühlen Farben lassen den Raum größer wirken, während Pflanzen in leuchtenden Farben den Betrachter näher heranholen.
Bäume, immergrüne Pflanzen und höhere Sträucher bilden den Hintergrund einer mehrschichtigen Landschaftsgestaltung. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer größeren Pflanzen darauf, dass sie die vorderen Arten nicht überwältigen. Wenn Ihre Pflanzen beispielsweise eher klein sind, pflanzen Sie keine Ulme im Hintergrund. Wählen Sie kleinere Bäume und Sträucher, die den Blick allmählich nach hinten lenken.
- Hängekirsche: Die Hängekirsche trägt zwar keine Früchte, hat aber eine schöne Form, da sich ihre Stämme sanft wölben. Die rosa Blüten mit ihren Rüschen tanzen im Frühling charmant im Wind.
- Lebensbaum: Der Lebensbaum ist ein Evergreen mit beeindruckender Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit und ein fester Bestandteil jedes Gartens. Diese Pflanzen sind zudem recht erschwinglich und leicht erhältlich.
- Bambus: Der sich ausbreitende Bambus hat aus gutem Grund einen schlechten Ruf. Aber Bambus ist sein gut erzogener Bruder. Das Rascheln der Blätter, die dicken, aufrechten Stiele und die Farbe machen ihn ideal für den hinteren Teil des Beetes.
- Rose von Sharon:Diese krautige Pflanze kann bis zu 2,4 m hoch werden. Die Rose von Sharon bildet zarte Blüten in Rot, Weiß, Rosa oder Violett. Sie ist außerdem pflegeleicht und trockenheitstolerant, sobald sie sich etabliert hat.
- Holunder: Dies ist einer meiner Favoriten. Die filigranen Blätter, leuchtenden Beeren und kleinen Blütenbüschel machen den Holunderbeerenstrauch zu jeder Jahreszeit attraktiv. Bei Bedarf kann man ihn auch recht stark zurückschneiden.
Blütezeiten staffeln
Bei der Gestaltung eines farbenfrohen Gartens sollte man darauf achten, die Blütezeit zu verlängern. Pflanzen Sie Pflanzen, die im Frühling blühen, solche, die die ganze Saison über blühen, und solche, die im Herbst blühen, wie Chrysanthemen. Es ist einfach und effektiv, Ihren Garten nach der Lasagne-Gartenmethode anzulegen.
Pflanzen Sie Ihre Zwiebeln so, dass die Herbstzwiebeln im Frühling verblüht sind, wenn die Sommerblüher zu sprießen beginnen. Auf diese Weise haben Sie fast das ganze Jahr über einen blühenden Garten.
Fügen Sie Hardscape-Elemente hinzu

Hardscape-Elemente können den Charme des Gartens unterstreichen, einen praktischen Zweck erfüllen und den Raum definieren. Eine Sonnenuhr, große Felsen, eine Bank, Wege, Stufen, ein Wasserspiel. Diese können den Raum aufwerten und für Ruhe und sanfte Umgebungsgeräusche sorgen.




