Wie man verhindert, dass Bäume in diesem Winter aufgrund der Kälte explodieren

Das bitterkalte Winterwetter ist für die meisten Pflanzen und Tiere ein Problem, und Bäume bilden da keine Ausnahme. Bei extremen Temperaturschwankungen kann man Risse in Baumstämmen sehen. Manchmal kann man sogar hören, wie Bäume bei extremer Kälte knacken.

Wenn Sie in einem Klima leben, in dem die Temperaturen im Winter drastisch sinken, möchten Sie sicher mehr darüber erfahren, wie sich dies auf Ihre Bäume auswirken kann. Wir geben Ihnen auch Tipps, wie Sie das Bersten von Bäumen verhindern können.

Frostrisse in Bäumen

Wenn die Temperaturen weit unter null fallen, bleiben Sie vielleicht lieber drinnen, aber Landschaftsbäume haben diese Möglichkeit nicht. Bei wirklich kalten Temperaturen können dünnhäutige Baumstämme vertikal reißen.

Diese Längsrisse werden als Frostrisse bezeichnet und können sich tief in das Innere des Holzes ausbreiten und Bäume dauerhaft schädigen. Häufige Opfer von Frostrissen sind Platanen, Ahornbäume, Weiden, Rosskastanien, Apfelbäume und Kirschbäume.

Was verursacht Frostrisse?

Frostrisse werden nicht ausschließlich durch kaltes Wetter verursacht. Vielmehr treten sie nach einem schnellen Temperaturabfall auf. In der Regel sind Bäume mit Frostrissen solche, die an einem Winternachmittag an einer Stelle stehen, an der die Sonne auf ihre Rinde scheint. Die warme Sonne erwärmt sowohl die Rinde als auch das innere Holz auf der exponierten Seite.

Aber die Sonne bleibt nicht ewig am Himmel, und wenn sie unter den Horizont sinkt oder hinter Wolken verschwindet, sinkt die Lufttemperatur rapide. Dieser schnelle Temperaturwechsel lässt die Rinde schnell schrumpfen, aber das innere Holz verhält sich anders. Es schrumpft viel langsamer, und genau diese ungleiche Kontraktion zwischen den beiden Schichten führt dazu, dass die Rinde und das darunter liegende Holz splittern.

Können Bäume durch Frost explodieren?

Das plötzliche Reißen des Baumstamms und des Holzes verursacht ein lautes Geräusch, das wie eine Explosion klingt. Das ist das Geräusch von Bäumen, die bei extremer Kälte platzen.

Einige Wissenschaftler glauben, dass die Frostrisse in Bäumen dadurch entstehen, dass Wasser aus den Zellen austritt und bei plötzlichen Temperaturabfällen gefriert. In diesem Szenario schrumpft das Oberflächenholz, da das darin enthaltene Wasser schnell gefriert, während das innere Holz davon nicht betroffen ist. Diese Ungleichheit verursacht einen Druck zwischen den Zonen, der den Stamm aufbricht und ein lautes Geräusch verursacht.

Vorbeugen ist besser als heilen

Sobald sich Frostrisse in der Rinde eines Baumes gebildet haben, ist es schwierig, dem Baum zu helfen. Die Risse können sich im Sommer zwar schließen, aber sie schließen sich nicht vollständig. Das bedeutet, dass immer noch eine Öffnung für Insekten und Krankheiten vorhanden ist. Eine ausgezeichnete Pflege, die den Baum gesund hält, kann jedoch dazu beitragen, dass er länger lebt. Dazu gehören zusätzliche Bewässerung in Dürrezeiten und Düngung, wenn nötig.

Eine gute Pflege kann auch dazu beitragen, Risse im Baumstamm zu vermeiden. Viele Frostrisse entstehen an Stellen, die durch abgestorbene Äste oder Wurzeln geschwächt sind. Achten Sie darauf, dass Ihre Rasenmäher und Trimmer den Stamm von Bäumen in Ihrem Garten nicht beschädigen. Das Beschneiden von Ästen sollte mit geeigneten Geräten und unter Anwendung der richtigen Schnitttechniken erfolgen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die Süd- und Südwestseite von Laubbäumen an kalten Wintertagen vor der Wärme der Sonne zu schützen. Dies können Sie erreichen, indem Sie auf dieser Seite immergrüne Pflanzen pflanzen, die den Stamm des Laubbaums im Schatten halten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den empfindlichen Baumstamm mit einem Stammschutz zu umwickeln, der das Sonnenlicht reflektiert. Dieser sollte entfernt werden, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.

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