
Russische Datschagärten sind bewundernswert. Sie liefern mehr als die Hälfte der Lebensmittelversorgung Russlands, und das ohne Pestizide, Traktoren, Bodenfräsen oder Tiere.
Viele haben sich zu kleinen Unternehmen entwickelt. Nachdem die Gärtner sichergestellt haben, dass sie genug für den Winter, Verwandte und Nachbarn haben, verkaufen sie den Überschuss an die Öffentlichkeit. Neben dem wirtschaftlichen Gewinn gewährleisten russische Datschagärten Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit, die Erhaltung traditioneller Obst- und Gemüsesorten und tragen zu einem Gemeinschaftsgefühl und einer Einheit mit der Natur und dem Land bei.
Gärten in Russland: Was wir vom russischen Gartenstil lernen können
Der russische Gartenstil spiegelt eine jahrhundertealte Arbeitsethik wider: Arbeite hart und ernte die Früchte deiner Arbeit. Die Familien pflegen entweder den Garten rund um ihr Haus oder fahren zu einem Grundstück, das ausschließlich für ihre Gärten bestimmt ist. Erwachsene arbeiten täglich zwischen Obstbäumen, Kräutern und Gemüse, während Kinder ohne Angst vor Verletzungen draußen herumtollen. Es ist eine idyllische, malerische Szene, die darüber hinwegtäuscht, dass diese Arbeiten ihr Lebensunterhalt sind.
Viele Menschen haben den russischen Gartenstil bereits in ihren Hinterhöfen integriert, ohne es zu merken. Wenn Sie neben Blumen und Bäumen auch Obst und andere essbare Pflanzen anbauen, dann lernen Sie, was russische Familien seit Jahrhunderten tun.
Und wenn man jemanden kennt, der gärtnert, ist es nur natürlich, die Ernte zu teilen, wenn es einen Überschuss gibt. Die Menschen bringen ihre überschüssigen Erzeugnisse in die Kirche, zur Schule, zur Arbeit und zu Nachbarn und Verwandten. Der Unterschied zur russischen Gemeinschaft besteht vielleicht darin, dass ihr Teilen eine geplante Notwendigkeit ist, eine Vereinbarung zum Geben und Nehmen, von der alle profitieren.
Lebensmittelanbau nach russischer Art
Neben Obstbäumen wie Apfel- und Pflaumenbäumen sowie Sträuchern wie Himbeeren, Erdbeeren und Stachelbeeren werden in russischen Datscha-Gärten oft Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch angebaut. Dill wächst die ganze Saison über reichlich und ist für das Einlegen von Obst und Gemüse unverzichtbar. Mehrjährige Pflanzen sowie Tomaten, Kürbisse, Radieschen, Gurken und Karotten füllen die russischen Gärten.
Einige der Zierpflanzen in russischen Gärten werden für medizinische Zwecke angebaut. So werden beispielsweise Rosa Rugosa-Hagebutten wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts angebaut. Phlox wird wegen seiner Wurzeln angebaut, die zur Behandlung von Erkältungen und Magenschmerzen verwendet werden. Schafgarbe wird als Allheilmittel verehrt.
Das Prunkstück des russischen Gartens ist Perovskia atriplicifolia, der einheimische russische Salbei.




