
Durch das Züchten von Aquarienpflanzen kann ein gewöhnliches Fischbecken in einen wunderschönen Unterwassergarten verwandelt werden. Es gibt viele verschiedene Arten von Aquarienpflanzen, aber alle haben eines gemeinsam: Sie haben sich an das Leben in einer wassergesättigten Umgebung angepasst. Sie gedeihen mit ihren Wurzeln in feuchter Erde und viele bevorzugen es, unter Wasser zu stehen.
Informationen zum Anbau und zur Pflege von Aquarienpflanzen
Diese verschiedenen Arten von Aquarienpflanzen, die manchmal auch als Hydrophyten bezeichnet werden, bieten eine große Vielfalt an Formen und Gestalten. Es ist durchaus möglich, dass Sie einen Unterwassergarten ohne Fische anlegen möchten! Für die beste und einfachste Pflege von Aquarienpflanzen sollte Ihr Becken viel Licht erhalten. Wie ihre an der Oberfläche wachsenden Verwandten benötigen diese Pflanzen die durch Photosynthese erzeugte Energie, um zu überleben, und Photosynthese kann ohne Sonnenlicht oder einen künstlichen Ersatz nicht stattfinden. Die Pflege von Aquarienpflanzen hängt stark von den jeweiligen Pflanzen ab. Achten Sie bei der Auswahl der Sorten auf solche, die ähnliche Licht- und Nährstoffanforderungen haben. In einer so geschlossenen und begrenzten Umgebung wäre es beispielsweise schwierig, die Bedürfnisse sowohl von Pflanzen, die viel Licht benötigen, als auch von Pflanzen, die nur wenig Licht benötigen, zu erfüllen.
Arten von Pflanzen, die in einem Aquarium verwendet werden können
Es gibt drei Hauptarten von Pflanzen, die in einem Aquarium verwendet werden können und über die wir hier sprechen werden: Wurzelpflanzen, Büschelpflanzen und Schwimmpflanzen.
Wurzelpflanzen
Wurzelpflanzen gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Sie vermehren sich über Ausläufer und nicht über Samen. Diese Pflanzen können in einem Aquariumgarten als Hintergrundbepflanzung verwendet werden. Das Erlernen des Anbaus von Aquarienpflanzen beginnt mit diesen. Diese Pflanzen müssen mit ihren Wurzeln fest im Kies verankert sein, aber Vorsicht: Pflanzen dieser Art sollten nicht zu tief gepflanzt werden, sondern nur bis zur Basis der Krone. Wählen Sie zwei verschiedene Sorten für die hinteren Ecken Ihres Beckens und, wenn es sich um ein großes Becken handelt, eine dritte für die Mitte. Wurzelpflanzen werden in der Regel 20 bis 30 cm hoch. Es gibt zwar viele verschiedene Arten, aber die hier vorgestellten wurden aufgrund ihrer kontrastreichen Formen und ihrer Beliebtheit ausgewählt.
- Aalgras (Vallisneria): Die Blätter sind hellgrüne Bänder. Einige sind korkenzieherförmig. Alle biegen und drehen sich bei der geringsten Wasserbewegung.
- Schwertpflanze: Diese hellgrüne Schönheit ist eine der wenigen Aquarienpflanzen, die in Töpfen gezüchtet werden sollten. Verwenden Sie einen flachen Topf, dessen untere Hälfte mit Erde gefüllt und mit Kies oder Sand bedeckt ist.
- Fächerblattpflanze (Cabomba): Hellgrüne, fächerförmige, federartige Blätter wachsen aus zentralen Stielen. Diese Pflanze ist ein echter Blickfang.
- Elodea: Schmale Blätter wachsen um Stiele, die bis zu 1 m lang werden können.
Bündelpflanzen
Bündelpflanzen haben ihren Namen von der Art und Weise, wie sie gepflanzt werden, nämlich in Gruppen oder Bündeln. Sie wachsen schnell und benötigen viel Licht. Bündelpflanzen können in einem Aquarium als Mittelgrundpflanzen verwendet werden. Jeder einzelne Strang sollte in ein eigenes Loch gepflanzt werden. Eine Pinzette eignet sich gut als Pflanzinstrument.
- Anacharis: Fein und federartig, bietet sie kleinen Fischbrut einen hervorragenden Unterschlupf.
- Ambulia: Hellgrüne, fächerartige Blättchen umgeben die schlanken Stängel.
- Bacopa australis: Kleine runde Blätter. Wenn sie dicht gepflanzt werden, sehen sie aus wie Miniatursträucher.
Schwimmpflanzen
Schwimmpflanzen wurzeln im Wasser, müssen aber nicht im Kies verankert werden. Was die Pflege von Aquarienpflanzen angeht, benötigen diese nur eine Lichtquelle. Je mehr Licht, desto schneller wachsen sie. Vorsicht! Diese schnell wachsenden Aquarienpflanzen können sich in kürzester Zeit ausbreiten.
- Kristallkraut: Leuchtend grün und wächst in dichten Matten, ähnlich wie Moos.
- Hornkraut: Eine sauerstoffspendende Pflanze mit wirbelnden, schmalen Blättern an buschigen Stielen.
- Anacharis: Die gleiche Pflanze wie die Büschelvariante, die jedoch frei schwimmen kann.
Das Züchten von Aquarienpflanzen kann sowohl schön als auch funktional sein. Sie absorbieren CO2 und geben Sauerstoff ab, genau wie ihre landlebenden Verwandten. Die Anreicherung von Nitraten kann bei der Pflege von Aquarien ein Problem darstellen. Aquarienpflanzen helfen jedoch dabei, Nitrate aus dem Wasser zu entfernen. Sie beherbergen nützliche Bakterien und verhindern das Algenwachstum. Außerdem dienen sie als Nahrung für Ihre Fische. Angesichts all dieser Vorteile, die das Züchten von Aquarienpflanzen mit sich bringt, sollten Sie es doch einmal ausprobieren! HINWEIS: Die Verwendung einheimischer Pflanzen in einem heimischen Wassergarten oder Aquarium (als Wildsammlung bezeichnet) kann riskant sein, da die meisten natürlichen Gewässer eine Vielzahl von Parasiten beherbergen. Alle Pflanzen, die aus einer natürlichen Wasserquelle entnommen werden, sollten über Nacht in einer starken Kaliumpermanganatlösung unter Quarantäne gestellt werden, um alle Parasiten abzutöten, bevor sie in Ihren Teich eingesetzt werden. Dennoch ist es immer am besten, Wasserpflanzen aus einer seriösen Gärtnerei zu beziehen.




