Informationen und Geschichte der Walderdbeere

Walderdbeeren sind in Hausgärten keine Seltenheit. Sie wachsen besonders gerne entlang von Zäunen. Diese winzigen, wilden Ur-Erdbeeren sehen zwar aus wie ihre domestizierten Verwandten, sind jedoch kleiner und manchmal auch weniger süß. Dennoch lohnt es sich, sie zu ernten, und es lohnt sich auf jeden Fall, etwas über die faszinierende Geschichte der Walderdbeere zu erfahren.

Geschichte der Walderdbeere

Die Geschichte der Walderdbeeren beginnt vor Tausenden von Jahren. Verschiedene Erdbeersorten sind auf der ganzen Welt heimisch. Im alten Südamerika wurden sie für den Handel verwendet, während sie in Nordamerika als Heilmittel und zur Förderung der Fruchtbarkeit eingesetzt wurden. Walderdbeeren wurden bereits vor 5.000 Jahren in Asien als Medizin verwendet. Aus den Blättern wurde ein entgiftender und gegen Alterung wirkender Tee hergestellt. Im alten Rom wurden die wilden Beeren zur Behandlung von Mundgeruch und Verdauungsproblemen eingesetzt. In Nordamerika ist die einheimische Walderdbeere Fragaria virginiana. Sie ist klein, wurde aber im 17. Jahrhundert nach Frankreich gebracht, um dort mit der in Südamerika heimischen Fragaria chilioensis gekreuzt zu werden, woraus die moderne Gartenerdbeere entstand, die wir heute kennen. Die Kreuzung war zufällig, führte jedoch zu einer neuen Art, die kräftig wuchs und große, schmackhafte Beeren hervorbrachte. Die Geschichte der Walderdbeere geht weiter, da diese Kreuzung Ende des 18. Jahrhunderts ihren Weg zurück nach Nordamerika fand. Sie war in Europa populär geworden und stieß auch in der Neuen Welt auf ähnliche Begeisterung, sodass sie sich Anfang des 19. Jahrhunderts als Kulturpflanze etablierte.

Informationen zur Ernte und Verwendung von Walderdbeeren

Obwohl wir sie Beere nennen, ist eine Erdbeere weder eine Beere noch eine Frucht. Es handelt sich vielmehr um einen übergroßen Blütenboden. Was wir als Samen bezeichnen, sind Achänen, die eigentlichen Früchte der Pflanze. Die „Beeren” der in Nordamerika heimischen Wildpflanze sind recht klein und kernig, aber wenn man genug davon sammelt, kann man sie wie heimische Erdbeeren genießen. Man kann sie auch im Garten anpflanzen, um Vögel anzulocken. Um Walderdbeeren zu kultivieren, kann man Wildpflanzen, die man im Garten, im Wald oder auf einer Wiese findet, ausgraben und in Beeten pflanzen. Sie eignen sich gut als niedrige Bodendecker und als Randbepflanzung in Beeten. Die Pflanzen blühen im späten Frühjahr und können im Frühsommer geerntet werden.

Schreibe einen Kommentar