Heirloom-Dillpflanzen: Traditionelle Dillsorten und ihre Verwendung

Ich gebe meinem Vater die Schuld daran, dass ich so verrückt nach Essiggurken bin. Er wuchs in einem Nachkriegsheim auf, in dem der „Victory Garden” noch sehr präsent war, was bedeutete, dass das Einlegen von Gemüse eine Notwendigkeit war. Ich bin nicht wählerisch und esse alles Eingelegte, von Zwiebeln bis hin zu Wassermelonen, aber mein besonderer Favorit sind Dillgurken. Es ist der Dillgeschmack, der mich fasziniert, und anscheinend bin ich nicht die Einzige, die von diesem Kraut begeistert ist. Lesen Sie weiter, um mehr über die faszinierende Geschichte der Dillpflanze zu erfahren.

Geschichte der Dillpflanze

Laut meinem Pickle-Kumpel Dad wird es immer schwieriger, echte altmodische Dillgurken zu finden, wie sie seine Mutter gemacht hat. Ob das nun stimmt oder nur die Fantasie eines alternden Geistes ist (sorry, Dad!), ich dachte mir, ich könnte mich mal an dem Rezept meiner Großmutter versuchen. Zuerst wollte ich jedoch etwas mehr über Dill erfahren. Dill ist tief in alten Überlieferungen verwurzelt. Dill (Anethum graveolens) stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien und gehört zur gleichen Familie wie Petersilie und Sellerie. In alten ägyptischen medizinischen Texten wird die Verwendung von Dill bereits 3.000 v. Chr. erwähnt. Wofür wurde Dill damals verwendet? Es scheint, dass das Kraut sowohl zur Abwehr von Hexen als auch als beliebtes Aphrodisiakum diente. Für die alten Griechen war Dill ein Zeichen für beträchtlichen Reichtum, während die Römer Dillkraut als Glücksbringer betrachteten. Über Jahrhunderte hinweg wurde Dill in vielen Kulturen medizinisch genutzt. Dillkörner, auch „Meetinghouse Seeds” genannt, wurden sowohl von Quäkern als auch von Puritanern ihren Kindern gegeben, damit sie diese in der Kirche kauen konnten, um knurrende Mägen zu beruhigen. Dies könnte etwas mit der Bedeutung von Dill zu tun haben. Dill kommt vom altnordischen Wort „dylla”, was „beruhigen” oder „wiegen” bedeutet. Der altmodische Dill wurde lange Zeit hoch geschätzt und war tatsächlich oft mit Steuern oder Abgaben belegt, unter anderem als Edward I. von England kein Geld in der Staatskasse hatte, um die London Bridge zu reparieren. Er tat, was jeder Monarch zu dieser Zeit getan hätte, und besteuerte Dillpflanzen.

Über traditionelle Dillpflanzen

Traditioneller Dill hat, wie andere traditionelle Pflanzen auch, in der Regel einen besseren Geschmack als seine moderneren Pendants. Frischer Dill mit seinem lakritzartigen Geschmack ähnelt stark dem Fenchel und wird daher oft mit Fenchelblättern verwechselt. Zu den alten Dill-Sorten gehören:

  • ‚Bouquet‘
  • ‚Delikat‘
  • ‚Dukat‘
  • ‚Fernleaf‘
  • ‚ Hercules‘
  • ‚Long Island Mammoth‘
  • ‚Mammoth‘
  • ‚Tetra‘
  • ‚ Vierling‘

Die meisten sind größere Dill-Sorten, die eine Höhe von 1 bis 1,5 m erreichen können, aber einige, wie „Fernleaf”, sind Zwergsorten, die nur etwa 30 bis 46 cm hoch werden. Einige eignen sich eher für die delikate Würzung von Fisch oder Sommerkürbis, während andere, wie „Mammoth”, der Inbegriff des altmodischen Dills sind, der sich perfekt zum Einlegen eignet. Nun, da ich den perfekten Dill zum Einlegen gefunden habe, bin ich fest entschlossen, einige altmodische Dillgurken herzustellen. Schließlich sind mein Gurkenfreund und ich in guter Gesellschaft: 2,5 Milliarden Amerikaner lieben diese sauren Leckereien genauso wie wir.

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