
Zwei verschiedene Erreger (A. brassicicola und A. brassicae) sind für die Alternaria-Blattfleckenkrankheit bei Kohlgewächsen verantwortlich, eine Pilzkrankheit, die Kohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli und andere Kreuzblütler befällt. Die Symptome und die Behandlung dieser schwer zu bekämpfenden Krankheit sind jedoch unabhängig vom Erreger ähnlich. Lesen Sie weiter, um mehr über Blattflecken bei Kohlgemüse zu erfahren.
Anzeichen für Alternaria-Blattflecken bei Kohlgemüse
Das erste Anzeichen für Blattflecken bei Kohlgemüse sind kleine, braune oder schwarze Flecken auf den Blättern. Schließlich vergrößern sich die Flecken zu hellbraunen oder hellbraunen Kreisen. Auf den Flecken können sich dunkle, flaumige oder rußige Sporen und konzentrische Ringe bilden. Schließlich werden die Blätter papierartig und können eine violette Färbung annehmen. An den Stellen, an denen das abgestorbene Gewebe aus den Blättern herausfällt, entsteht ein Loch.
Ursachen für Blattflecken bei Kohlgemüse
Zu den Ursachen für Alternaria-Blattflecken bei Kohlgemüse gehören infiziertes Saatgut und Sporen, die sich durch Regen, Überkopfbewässerung, Maschinen, Tiere oder Menschen schnell ausbreiten. Darüber hinaus werden die Sporen, die mehr als eine Meile weit fliegen können, vom Wind aus Gartenabfällen, insbesondere aus Wildsenf, Hirtentäschelkraut, Bitterkresse oder anderen Unkräutern aus der Familie der Brassicaceae, verbreitet. Alternaria-Blattflecken bei Kohlgewächsen werden durch anhaltend nasses Wetter begünstigt oder immer dann, wenn die Blätter länger als neun Stunden nass sind.
Vorbeugung und Behandlung von Blattflecken bei Kohlgewächsen
Verwenden Sie krankheitsfreies Saatgut. Ist dies nicht möglich, weichen Sie das Saatgut 30 Minuten lang in heißem Wasser (45–65 °C) ein. Führen Sie eine zweijährige Fruchtfolge durch, wobei Sie Kohlgewächse mit nicht kreuzblättrigen Pflanzen abwechseln. Pflanzen Sie Kohlpflanzen nicht in der Nähe von Flächen, auf denen im letzten Jahr Kreuzblütler angebaut wurden. Besprühen Sie die Pflanzen sofort mit einem Fungizid, wenn Sie Anzeichen der Krankheit feststellen, da Fungizide nur bei frühzeitiger Anwendung wirksam sind. Vermeiden Sie eine zu dichte Bepflanzung. Eine gute Luftzirkulation minimiert das Infektionsrisiko. Vermeiden Sie übermäßige Bewässerung. Gießen Sie die Pflanzen möglichst an der Basis. Wenn Sie Sprinkleranlagen verwenden, gießen Sie ansonsten früh am Tag. Bringen Sie Strohmulch um die Kohlpflanzen herum aus, da dieser eine Schutzbarriere gegen die Sporen bilden kann. Dies sollte auch zur Unkrautbekämpfung beitragen. Pflügen Sie Pflanzenreste unmittelbar nach der Ernte in den Boden ein.




