
In Gebieten, in denen aufgrund der Jahreszeitenwechsel nicht das ganze Jahr über Obst und Gemüse angebaut werden kann, ist ein Gemüsekeller der Schlüssel zur wirtschaftlichen und langfristigen Lagerung von Erzeugnissen über den Winter. Aber was ist ein Gemüsekeller? Was sind die Vorteile der Lagerung in einem Wurzelkeller? Und welche Wurzelkeller-Konstruktionen eignen sich am besten?
Was ist ein Wurzelkeller?
Bevor Kühlschränke weit verbreitet waren, waren Wurzelkeller die wichtigste Methode zur Lagerung von Lebensmitteln für den Winter. Die verschiedenen Wurzelkeller-Konstruktionen, die oft unterirdisch angelegt waren, hatten eines gemeinsam: Sie konnten Lebensmittel ohne Stromverbrauch bei der gewünschten Temperatur und Luftfeuchtigkeit lagern. Der Wunsch, den eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern, hat zu einem erneuten Interesse an den Vorteilen der Lagerung in einem Wurzelkeller geführt.
Moderne Wurzelkeller können aus einem in den Keller eines Hauses eingebauten Kühlraum, einem in einen Hang eingebauten Gebäude aus Betonsteinen oder gegossenem Beton oder kommerziellen unterirdischen Lagerhäusern mit Zugang für Sattelzüge bestehen. Umgekehrt können wasserdichte Behälter, die im Boden vergraben werden, eine ausreichende Kühllagerung für diejenigen bieten, die nicht in den Bau eines Wurzelkellers investieren möchten.
Wichtige Faktoren bei der Gestaltung von Wurzelkellern
- Temperatur: Für die Langzeitlagerung von Produkten der kühlen Jahreszeit gilt ein Temperaturbereich von 0,6 bis 4,5 °C (33 bis 40 °F) als ideal. Temperaturen in diesem Bereich verringern den Verderb, verhindern jedoch das Einfrieren der Produkte.
- Luftfeuchtigkeit: Eine hohe Luftfeuchtigkeit verringert die Verdunstung, die zu welken oder schlaffen Produkten führt. Ebenso verhindert eine Verringerung der Luftfeuchtigkeit, dass trockenere Gemüsesorten zu viel Feuchtigkeit aufnehmen.
- Belüftung: Eine kontrollierte Luftzirkulation hilft nicht nur bei der Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sondern entfernt auch Ethylengas und unerwünschte Gerüche, die in die Produkte eindringen können. Beim Bau eines Gemüsekellers ist es am besten, die Belüftung bereits in die ursprünglichen Pläne einzubeziehen, anstatt sie später nachzurüsten.
- Lichtkontrolle: Dunkelheit hilft, die Qualität der Ernte zu erhalten und das Keimen zu reduzieren. Bei Kartoffeln fördert Lichteinwirkung die Bildung grüner Schalen, die Giftstoffe enthalten. Halten Sie das Innere des Gemüsekellers dunkel, indem Sie Fenster abdecken und das Licht ausschalten.
- Benutzerfreundlichkeit: Zugänglichkeit, Größe und Lagerung beeinflussen die Praktikabilität von Wurzelkellern. Bauen Sie einen Wurzelkeller in der Nähe des Hauses, damit Sie nicht durch tiefen Schnee stapfen müssen, um an Ihre Produkte zu gelangen. Machen Sie ihn groß genug, um die gewünschte Menge an Winterprodukten aufzunehmen, und verwenden Sie korrosionsbeständige Regale und Behälter.
Wie man einen Wurzelkeller nutzt
Aufgrund von Umweltfaktoren und der Bauweise kann es etwas Übung erfordern, bis man den Umgang mit einem Erdkeller beherrscht. Generell wird empfohlen, Obst nicht zusammen mit Gemüse zu lagern, da Obst Ethylengas abgibt, das die Haltbarkeit vieler Gemüsesorten verkürzt. Darüber hinaus haben verschiedene Arten von Produkten unterschiedliche Lagerungsanforderungen. Beachten Sie diese Richtlinien, wenn Sie lernen, wie man einen Gemüsekeller benutzt:
Kühle und sehr feuchte Lagerung: 0,6–4,5 °C (33–40 °F); 90 % oder mehr Luftfeuchtigkeit.
- Rote Beete
- Rosenkohl
- Karotten
- Knollensellerie
- Sellerie
- Chinakohl
- Meerrettich
- Topinambur
- Grünkohl
- Lauch
- Pastinaken
- Radieschen
- Steckrüben
- Topinambur
- Rüben
<4 9>Kohlrabi
Kühle und feuchte Lagerung: 33-40 Grad Fahrenheit (.6–4,5 °C); 80–90 % Luftfeuchtigkeit.
- Äpfel
- Kohl
- Blumenkohl
- Auberginen
- Endivien
- Grapefruits
- Trauben
- Orangen
- Birnen
- Kartoffeln
Kühl und trocken: 1,7–4,5 °C (35–40 °F); 60–70 % Luftfeuchtigkeit
- Knoblauch
- Grüne Sojabohnenhülsen
- Zwiebeln
Warm und trocken: 10–15 °C (10–15,5 °C); 60–70 % Luftfeuchtigkeit
- Grüne Tomaten
- Kürbisse
- Süßkartoffeln




