
Gelegentlich stoßen Gärtner beim Einkaufen auf eine exotisch aussehende Paprika oder eine mit außergewöhnlichem Geschmack. Wenn man sie aufschneidet und all die Samen darin sieht, fragt man sich leicht: „Wachsen im Laden gekaufte Paprika?“ Oberflächlich betrachtet scheint diese Frage leicht zu beantworten zu sein. Doch die Frage, ob Paprikasamen aus dem Supermarkt im Garten verwendet werden können, lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Hier ist der Grund dafür:
Kann man im Laden gekaufte Paprikasamen pflanzen?
Ob man im Laden gekaufte Paprikasamen pflanzen kann und ob sie zu der gewünschten Paprikasorte heranwachsen, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Ist die Paprika eine Hybride? Im Laden gekaufte Paprikasamen von Hybridsorten haben nicht die gleiche genetische Zusammensetzung wie die Elternpflanze. Daher wachsen sie selten sortenecht.
- Wurde die Paprika selbstbestäubt? Obwohl Paprikablüten sich oft selbst bestäuben, besteht die Möglichkeit einer Kreuzbestäubung. Selbst wenn es sich um eine alte Sorte handelt, können die Samen aus dem Supermarkt möglicherweise nicht die erwarteten Ergebnisse liefern.
- Sind die Paprikasamen aus dem Supermarkt reif? Wenn die Paprika grün ist, lautet die Antwort nein. Paprika, die ihre Reife erreicht haben, haben eine andere Farbe, z. B. rot, gelb oder orange. Selbst Paprika mit leuchtenden Farben können in einem unreifen Stadium gepflückt worden sein, was dazu führt, dass die Samen nicht ausreichend gereift sind, um zu keimen.
- Wurden die im Laden gekauften Paprikasamen bestrahlt? Die FDA genehmigt die Bestrahlung von Obst und Gemüse, um durch Lebensmittel übertragbare Krankheitserreger zu beseitigen. Durch diesen Prozess werden die Samen für den Anbau unbrauchbar. Bestrahlte Lebensmittel müssen entsprechend gekennzeichnet sein.
Lohnt es sich, im Laden gekaufte Paprikasamen zu pflanzen?
Ob es sich lohnt, im Laden gekaufte Paprikasamen zu pflanzen, hängt vom Abenteuergeist des einzelnen Gärtners und dem verfügbaren Platz im Garten für Experimente ab. Aus finanzieller Sicht sind die Samen kostenlos. Warum also nicht einfach mal probieren und sich im Anbau von Pfeffersamen aus dem Supermarkt versuchen!
Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, hier ein paar Tipps für das Anpflanzen von im Laden gekauften Pfeffersamen:
- Samenernte– Nachdem Sie den Kern vorsichtig aus der Paprika herausgeschnitten haben, entfernen Sie die Samen vorsichtig mit den Fingern. Sammeln Sie die Samen auf einem Papiertuch.
- Trocknen und Lagern von Paprikasamen– Legen Sie die Samen mehrere Tage lang an einen trockenen Ort. Wenn sie sich trocken anfühlen, bewahren Sie sie in einem Papierumschlag bis zu zwei Jahre lang auf.
- Keimfähigkeitstest– Bestimmen Sie die Keimfähigkeit der im Laden gekauften Paprikasamen, indem Sie die Plastiktütenmethode zum Keimen von Samen anwenden. So sparen Sie Ressourcen wie Samenkapseln oder Anzuchterde, falls die Samen nicht keimen sollten. In den meisten Regionen ist es ratsam, Paprikapflanzen sechs bis acht Wochen vor dem letzten Frosttermin im Frühjahr anzubauen.
- Anzucht von Setzlingen– Wenn die Paprikasamen aus dem Supermarkt erfolgreich gekeimt sind, pflanzen Sie die Sprossen in Anzuchtkästen mit einer hochwertigen Anzuchterde. Paprika benötigt viel Licht, warme Temperaturen und mäßige Bodenfeuchtigkeit.
- Umpflanzen– Paprikasetzlinge können nach Ende der Frostgefahr ins Freie gepflanzt werden. Sämlinge, die im Haus vorgezogen wurden, müssen abgehärtet werden.
Link: Wie man Reste und Produkte aus dem Supermarkt nachwachsen lässt
Mit etwas Glück erhalten Sie durch das Pflanzen von im Laden gekauften Sämlingen die gewünschte Paprikasorte. Um auch in Zukunft eine kontinuierliche Versorgung mit dieser Paprikasorte sicherzustellen, sollten Sie die Vermehrung durch Stecklinge als Methode zur Paprikavermehrung in Betracht ziehen.




