Kühlungsanforderungen für Birnen: Müssen Birnen gekühlt werden, bevor sie reifen?

Müssen Birnen gekühlt werden, bevor sie reifen? Ja, Birnen müssen auf verschiedene Weise in der Kälte gereift werden – am Baum und im Lager. Lesen Sie weiter, um mehr über die Reifung von Birnen mit Kälte zu erfahren.

Birnen am Baum kühlen

Warum müssen Birnen gekühlt werden? Birnbäume treten in eine Ruhephase ein, wenn die Temperaturen im Spätherbst sinken. Diese Ruhephase ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Baumes vor Schäden durch die Winterkälte. Sobald ein Baum in der Ruhephase ist, produziert er keine Blüten oder Früchte, bis er eine bestimmte Kälteperiode durchlaufen hat, auf die warme Temperaturen folgen. Die Kälteanforderungen von Birnen variieren stark je nach Sorte sowie anderen Faktoren wie der Anbauzone und dem Alter des Baumes. Einige Sorten kommen mit nur 50 bis 100 Stunden Wintertemperaturen zwischen 1 und 7 °C (34 und 45 °F) aus, während andere mindestens 1.000 bis 1.200 Stunden benötigen. Ihre örtliche Beratungsstelle kann Sie über die besten Informationsquellen zu Kälteeinwirkung in Ihrer Region beraten. Dort erhalten Sie auch Tipps zu den Kälteanforderungen bestimmter Birnensorten.

Kälteanforderungen von Birnen bei der Lagerung

Warum Birnen kühlen? Im Gegensatz zu den meisten Obstsorten reifen Birnen am Baum nicht gut. Wenn man sie reifen lässt, werden sie oft grob und mehlig, mit einem matschigen Kern. Birnen werden geerntet, wenn sie noch etwas unreif und nicht ganz reif sind. Um zu einer saftigen Süße zu reifen, müssen die Früchte in einem Kühlhaus bei -1 °C gekühlt und anschließend bei Raumtemperaturen von 18 bis 21 °C gereift werden. Ohne eine Kühlphase verfaulen Birnen schließlich, ohne jemals reif zu werden. Die Kühlphase variiert jedoch. Bartlett-Birnen sollten beispielsweise zwei bis drei Tage gekühlt werden, während Comice-, Anjou- oder Bosc-Birnen zwei bis sechs Wochen benötigen.

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