
Wenn die Winterkälte langsam Einzug hält und der Frost alles mit seiner glitzernden Schicht überzieht, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, wie Sie Ihren Garten schützen können. Wir sprechen hier nicht nur von den Pflanzen (obwohl Sie diese natürlich auch berücksichtigen sollten) – wir sprechen davon, die Pflanzgefäße selbst frostsicher zu machen, was manchmal recht teuer sein kann.
In einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag stellte Martha Stewart einen einfachen, altbewährten und wunderbar nachhaltigen Trick vor, um Dinge wie Pflanzkübel, Vogeltränken, Urnen und andere Gartendekorationen vor dem Frost-Tau-Zyklus zu schützen: Wickeln Sie sie in Sackleinen ein.
„Ich bedecke meine Buchsbaumsträucher und Hecken seit vielen Jahren mit Sackleinen, um sie vor dem Ausbreiten und Brechen unter dem Gewicht von Schnee und Eis zu schützen. Ich finde es genauso wichtig, meine Gartenbehälter im Freien vor den harten Winterbedingungen zu schützen“, erklärt Marha. „Ein Winterfrost, der sich mit Tauwetter abwechselt, kann jede Art von Stein oder Zement zerbrechen oder zerbröckeln lassen, besonders wenn es sich um Antiquitäten handelt.“

Warum Sackleinen?
Viele Außenbehälter bestehen aus Stein, Zement oder Ton, und diese Materialien neigen zu Rissen, wenn das darin eingeschlossene Wasser gefriert und sich ausdehnt. Ein Zyklus aus Gefrieren und Auftauen kann besonders für antike oder poröse Töpfe schädlich sein. Martha erklärt, dass sie diese Stücke mit Sackleinen sowie bei Bedarf mit einer darunterliegenden Schicht aus Kunststoff und Sperrholz abdeckt, um sie mit ihrem „Sackleinenverfahren” vor den Unbilden des Winters zu schützen.
„Ich habe viele Außenbehälter und Gartendekorationen, die mit Sackleinen abgedeckt und geschützt sind und während der kalten Jahreszeit an ihren jeweiligen Standorten bleiben.”
Sackleinen, auch als Jute bekannt, ist perfekt, da es biologisch abbaubar und günstig ist und dennoch robust genug, um feuchten, schneereichen oder eisigen Wintern standzuhalten. Noch besser ist, dass die Textur der Gartendekoration einen rustikalen, natürlichen Charme verleiht. Das Einwickeln von Behältern in atmungsaktiven Stoff wie Sackleinen anstelle von versiegeltem Kunststoff verhindert, dass Feuchtigkeit im Behälter eingeschlossen wird, die wieder gefrieren und Schäden verursachen kann.
Darüber hinaus ist Sackleinen in einem wichtigen Punkt besser als Kunststoff: Es ermöglicht die Luftzirkulation. Das bedeutet, dass Sie vermeiden, dass Feuchtigkeit im Behälter eingeschlossen wird, die sich in Eis verwandeln könnte, und gleichzeitig eine zusätzliche Isolierschicht hinzufügen. Aus genau diesem Grund empfehlen viele Gärtner Sackleinen statt Plastik zum Einwickeln von Pflanzen oder Behältern.
Bei Lowe’s können Sie eine Rolle Sackleinen zu einem relativ günstigen Preis kaufen. Diese hat eine Größe von 3 Fuß mal 24 Fuß. Wenn Sie einen größeren Garten haben und mehr Sackleinen benötigen, gibt es bei Amazon eine Rolle mit einer Länge von 80 Fuß.

Welche Behälter profitieren am meisten davon?
Nicht alle Behälter sind gleich, wenn es um Winterrisiken geht. Am meisten profitieren von einer „Winterjacke” aus Sackleinen:
- Unglasierte Tontöpfe oder Terrakottatöpfe: Aufgrund ihrer porösen Beschaffenheit nehmen diese Töpfe Wasser auf; wenn diese Feuchtigkeit gefriert, dehnt sie sich aus und kann den Topf zerbrechen oder zersplittern.
- Glasierte Keramik- oder Zement-/Kunststein-Pflanzgefäße und Gartenornamente: Wie Ton vertragen auch diese starren, oft schweren Materialien Frost-Tau-Zyklen nicht gut. Dies gilt insbesondere für antike oder dekorative Stücke, die den ganzen Winter über im Freien stehen.
- Große oder schwere Behälter, die nicht einfach ins Haus gebracht werden können: Töpfe, die zu groß oder zu schwer sind, um sie ins Haus zu bringen, können durch Einwickeln zusätzlich geschützt werden. Dies ist besonders nützlich für Urnen, große Pflanzgefäße, Vogelbad-Sockel und dekorative Steinpflanzgefäße, die an exponierten Stellen stehen.
Behälter aus frostbeständigeren oder flexibleren Materialien wie hochwertigem Kunststoff, Glasfaser, Harz oder frostsicherer Keramik hingegen vertragen Kälte in der Regel besser. Diese sind weniger anfällig für Risse, dennoch sind Drainage und Wurzelschutz weiterhin wichtig.
Allerdings können selbst die besten frostbeständigen Behälter von einer leichten Isolierschicht oder einem Standortwechsel an einen geschützteren Ort profitieren. Dies gilt insbesondere, wenn Sie in einem außergewöhnlich kalten Klima im Norden oder an einem Ort leben, der zu Frost-Tau-Zyklen neigt.

Lohnt sich der Aufwand?
Wenn Sie klassische Steinurnen oder antike Zementtöpfe wirklich lieben, insbesondere solche, die Sie normalerweise im Winter im Freien stehen lassen, ist Marthas Methode mit Sackleinen eine Überlegung wert. Der geringe Zeitaufwand (abhängig von der Größe Ihres Gartens) und ein paar Meter Schutzgewebe könnten Ihnen im nächsten Frühjahr kostspieligere finanzielle und emotionale Verluste ersparen.
Natürlich gibt es immer Kompromisse. Einige Gärtner sind der Meinung, dass einfachere Strategien besser sind, es sei denn, die Behälter sind stark exponiert, z. B. in einem offenen, windigen oder schneereichen Gebiet. Dazu kann gehören, kleinere Töpfe unter ein Dach zu stellen, sie etwas vom kalten Boden anzuheben oder Erde zu entfernen, um Feuchtigkeit abfließen zu lassen.
Wenn Sie jedoch einen rustikalen Look bevorzugen, der umweltfreundlich und biologisch abbaubar ist, ist Sackleinen perfekt. Und sobald Sie die Materialien haben, wird das Einwickeln Ihrer Töpfe eher zu einem Ritual als zu einer lästigen Pflicht.




