
Iss biologisch, schreien dir die Anzeigen in den „Gesundheitsmagazinen” entgegen. Hundertprozentig biologische Produkte, verspricht das Schild auf dem lokalen Bauernmarkt. Was genau ist biologischer Gartenbau und wie kann er Ihnen zugute kommen? Lesen Sie weiter, um herauszufinden, was einen Bio-Garten ausmacht.
Was ist ein Bio-Garten?
Biologischer Gartenbau ist ein Begriff, der verwendet wird, um zu bezeichnen, dass die Blumen, Kräuter oder Gemüse keinen chemischen oder synthetischen Düngemitteln oder Herbiziden ausgesetzt wurden. Diese Unterscheidung umfasst auch den Boden, auf dem sie angebaut wurden, und wie sie während der Produktion behandelt wurden. Ein Bio-Garten ist ein Garten, in dem ausschließlich natürliche Methoden zur Schädlingsbekämpfung und natürliche, biologische Mittel zur Düngung des Bodens zum Einsatz kommen. Dahinter steht die Überzeugung, dass Bio-Lebensmittel für uns sicherer und gesünder sind.
Tipps für den Anbau von Bio-Gärten
Biobauern erreichen eine natürliche Schädlingsbekämpfung, indem sie Mischkulturen und Nützlinge wie Marienkäfer einsetzen, um den Garten von Schädlingen wie Blattläusen zu befreien, die die Ernte zerstören. Viele Biobauern und sogar einige Nicht-Biobauern pflanzen ihre Kulturen in bestimmten Kombinationen an, um Schädlinge abzuwehren. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Anpflanzen von Peperoni in der Nähe von Bohnen und Erbsen, in der Hoffnung, dass das Capsaicin Bohnenkäfer und andere Insekten abschreckt. Ein weiteres Beispiel hierfür ist der Anbau von Ringelblumen im Kartoffelbeet, um Kartoffelkäfer abzuschrecken. Ein guter Bio-Garten ist nur so gut wie der Boden, auf dem er angebaut wird. Um einen hochwertigen Boden zu erhalten, setzen die meisten Biobauern auf Kompost, der aus zersetzten organischen Stoffen (z. B. Eierschalen, Kaffeesatz, Tierkot und Gras- oder Rasenschnitt) hergestellt wird. Das ganze Jahr über sammeln Bio-Gärtner Haushaltsabfälle, Tierdung und Rasenschnitt für den Kompostbehälter. Dieser Behälter wird regelmäßig gewendet, um die Zersetzung zu erleichtern. Normalerweise verwandeln sich die Abfälle bis zum Ende des Jahres in das sogenannte „schwarze Gold”. Zu Beginn der Vegetationsperiode arbeitet der Bio-Gärtner den Kompost in die Gartenbeete ein und reichert so den Boden mit den natürlichen Inhaltsstoffen an, die für ein fruchtbares Beet erforderlich sind. Dieses schwarze Gold ist der Schlüssel zu einem fruchtbaren Boden, der wiederum entscheidend für den Anbau von Bio-Gemüse, Blumen und Kräutern ist. Es versorgt die Pflanzen mit den Nährstoffen, die sie benötigen, um kräftig und gesund zu wachsen.
Bedenken hinsichtlich des ökologischen Gartenbaus
Derzeit gibt es in den Vereinigten Staaten nur wenige großflächige ökologische Betriebe. Die meisten ökologischen Gärten werden von kleinen Bauernhöfen und Gehöften betrieben, die über das ganze Land verstreut sind. Dennoch wächst die Nachfrage nach ökologischen Produkten, insbesondere nach Obst und Gemüse sowie Kräutern, von Jahr zu Jahr. Zwar gibt es zahlreiche Organisationen, denen Bio-Betriebe beitreten können, um ihre Produkte als biologisch zertifizieren zu lassen, doch gibt es keine Richtlinien der FDA oder USDA darüber, was in Ihrem örtlichen Supermarkt als Bio-Produkt verkauft werden darf. Das bedeutet, dass es keine wirkliche Garantie dafür gibt, dass ein Produkt, das als „biologisch” gekennzeichnet ist, auch wirklich frei von Pestiziden und Herbiziden ist. Wenn Sie Bio-Produkte kaufen möchten, sind lokale Bauernmärkte oder Bioläden die beste Wahl. Stellen Sie viele Fragen, um sicherzugehen, was Sie wirklich kaufen. Ein echter Bio-Gärtner wird Ihnen ohne Vorbehalte erklären, wie er seine Produkte anbaut. Die einzige Möglichkeit, wirklich sicherzugehen, dass Sie Bio-Produkte essen, ist, Ihren eigenen Bio-Garten anzulegen. Fangen Sie klein an, wählen Sie eine kleine Fläche und legen Sie Ihren eigenen Kompost an. Lesen Sie viele Bücher oder schauen Sie sich die zahlreichen Artikel auf dieser Website an. Nächstes Jahr um diese Zeit können auch Sie Bio-Produkte essen.




