
Da Gärtner und Hausbesitzer sich zunehmend der Umweltproblematik und Nachhaltigkeit bewusst werden, interessieren sie sich immer mehr für heimische Ökosysteme. Wenn Sie sich mit diesem Thema noch nicht auskennen, kann die Diskussion um nicht heimische vs. invasive und heimische Pflanzen etwas verwirrend sein. Es ist wichtig, die Unterschiede zu verstehen, damit Sie die besten Pflanzen für Ihre Region auswählen können.
Was ist eine invasive Pflanze?
Die meisten Menschen wissen, dass invasive Pflanzen ein Problem darstellen, aber wissen Sie auch warum? Was macht eine Pflanze invasiv? Sind alle nicht heimischen Arten invasiv? Das sind wichtige Fragen. Beginnen wir mit den Definitionen von drei wichtigen Begriffen:
- Einheimische Pflanze: Eine Pflanze ist einheimisch, wenn sie ohne menschliches Zutun an dem Ort vorkommt, an dem sie sich entwickelt hat. Mit anderen Worten: Menschen haben die Pflanze nicht an diesen Ort gebracht. Sie ist natürlich an ihre Region angepasst und lebt in symbiotischer Beziehung mit anderen Pflanzen und Wildtieren.
- Nicht heimische Pflanze: Eine Pflanze ist nicht heimisch, wenn sie nur aufgrund menschlicher Eingriffe an einem Standort wächst. Menschen haben die Pflanze aus ihrem heimischen Verbreitungsgebiet entfernt und in ein neues Gebiet eingeführt. Möglicherweise gedeiht sie in dem neuen Gebiet gut und baut Beziehungen zu anderen Pflanzen und Wildtieren auf, möglicherweise aber auch nicht.
- Invasive Pflanze: Eine invasive Pflanze ist eine nicht heimische Pflanze, die in ein neues Gebiet eingeführt wurde und dort Umweltschäden oder Schäden für den Menschen verursacht. Invasive Arten sind immer nicht heimische Arten.
Wie werden Arten invasiv?
Nicht heimische Pflanzen werden entweder absichtlich oder versehentlich in neue Gebiete eingeführt. Die absichtliche Anpflanzung nicht heimischer Arten in Gärten ist eine der Hauptursachen für die Ausbreitung dieser Pflanzen. Pflanzenverkäufer sind seit langem auf der Suche nach neuen Exemplaren, die den Menschen gefallen könnten, und Gärtner nehmen diese seit langem gerne an.
Sobald eine Pflanze im Garten angekommen ist, kann sie sich leicht ausbreiten. Der Gärtner mag dies vielleicht nicht beabsichtigen, aber es ist eine Eigenschaft invasiver Pflanzen. Sie verbreiten sich leicht über ihre eigenen Wurzeln oder Ausläufer oder durch Samen, die von Wildtieren verbreitet werden.
Eine eingeführte Pflanzenart wird invasiv, wenn sie einheimische Pflanzen um Ressourcen konkurriert, einheimischen Wildtieren Schaden zufügt oder die Gesundheit von Menschen oder Tieren beeinträchtigt. Es gibt mehrere Merkmale, die eine Pflanze eher invasiv machen:
- Sie produzieren viele Samen, wodurch sie sich leichter verbreiten können. Knoblauch-Senf ist ein gutes Beispiel dafür, da jede Pflanze Tausende von Samen produziert.
- Invasive Arten vermehren sich oft sexuell über Samen und asexuell, beispielsweise über Rhizome. Dies verschafft ihnen einen Vorteil gegenüber anderen Pflanzen.
- Oft haben sie Blätter, die im Frühjahr früher austreiben und im Herbst länger grün bleiben, wie beispielsweise invasive Geißblätter. Dadurch können die Pflanzen länger Photosynthese betreiben als einheimische Pflanzen. Außerdem spenden sie Schatten, der kleineren einheimischen Pflanzen schadet.
- Invasive Pflanzen sind in der Regel Generalisten. Sie können unter verschiedenen Bedingungen überleben und sogar gedeihen, darunter unterschiedliche Bodenarten, Feuchtigkeitsgrade und Lichtverhältnisse.
- Sie sind nicht so anfällig für Schädlinge wie einheimische Arten. In ihren heimischen Verbreitungsgebieten haben die meisten Pflanzen Schädlinge, die ihr Wachstum unter Kontrolle halten.
Einige invasive Pflanzen scheiden sogar Chemikalien aus, die benachbarte Pflanzen schädigen. Phragmites, ein in vielen Gebieten der USA invasives Schilf, setzt aus seinen Wurzeln ein saures Gift frei, das andere Pflanzen auflöst.
Mit all diesen Strategien können sich invasive Pflanzen schnell ausbreiten und einheimische Arten entweder aktiv schädigen oder verdrängen. Dies führt zu einer Monokultur, in der eine Pflanze das Ökosystem dominiert.
Sind nicht-heimische Arten immer invasiv?
Es stimmt zwar, dass eine invasive Pflanze per Definition nicht heimisch ist, aber das Gegenteil trifft nicht immer zu. Es ist möglich, eine harmlose nicht-heimische Pflanze einzuführen, die gut wächst, aber keinen Schaden anrichtet.
Viele nicht heimische Pflanzen, die manchmal als exotisch oder Zierpflanzen bezeichnet werden, haben wünschenswerte Eigenschaften. Sie sind attraktiv, leicht anzubauen, leicht zu vermehren, produzieren viele Blüten und in einigen Fällen essbare Früchte.
Es ist möglich, diese Eigenschaften zu genießen, ohne schädliche, invasive Arten in Ihr lokales Ökosystem einzuführen. Wahrscheinlich haben Sie sogar schon viele sichere, nicht heimische Pflanzen. Einige Beispiele in den USA sind:
- Die meisten Gemüsesorten, wie Tomaten und Paprika
- Petunien
- Impatiens
- Flieder
- Die meisten Kräuter
Bevor Sie eine neue Pflanze anschaffen, sollten Sie sich über die Art informieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine nicht heimische Pflanze invasiv ist, wenden Sie sich an die Naturschutzbehörde Ihres Bundesstaates oder Ihre örtliche Beratungsstelle, um weitere Informationen zu erhalten.




