
Knollenfäulekrankheiten sind eine der Hauptursachen für Ernteausfälle, insbesondere bei Kartoffeln, aber auch bei Karotten und anderen Knollengemüsen. Knollenfäule bei Pflanzen stellt auch eine ernsthafte Bedrohung für Hyazinthen, Bartiris, Alpenveilchen, Dahlien und andere Knollenpflanzen dar. Lesen Sie weiter, um mehr über häufige Arten von Knollenfäule und mögliche Gegenmaßnahmen zu erfahren.
Häufige Arten von Knollenfäule
Weiche Knollenfäule kann bakteriell bedingt sein, wird jedoch meist durch verschiedene Pilze verursacht. Knollenfäule bei Pflanzen ist schwer zu bekämpfen, da die Fäule auf kontaminierten Geräten überleben und den ganzen Winter über im Boden „lauern” kann. Knollen, die durch Krankheiten, Stress, Insekten oder Frost geschädigt sind, sind am anfälligsten.
- Fäule: Fäule tritt auf, wenn Sporen aus Läsionen auf nahegelegenen Blättern in den Boden gespült werden. Fäule zeigt sich durch verfärbte Flecken auf der Schale mit rotbrauner Fäule unter der Schale.
- Rosa Fäule: Rosa Fäule ist ein häufiger, bodenbürtiger Pilz, der über das Stielende und auch über verletzte Stellen in die Knollen eindringt. Knollen mit rosa Fäule weisen verfärbte Flecken auf der Schale auf. Das Fruchtfleisch verfärbt sich rosa, wenn es der Luft ausgesetzt wird. Diese Art von Fäule verströmt einen unverkennbaren essigartigen Geruch.
- BacklegSchwarzbeinigkeit dringt durch verfaulende Stängel und Ausläufer befallener Knollen ein. Der Pilz beginnt mit schwarzen Läsionen an der Basis des Stängels. Das Wachstum der Pflanzen und Stängel wird gehemmt, und die Knollen werden weich und wasserdurchtränkt.
- Trockenfäule: Trockenfäule ist ein bodenbürtiger Pilz, der an braunen Flecken auf der Schale und oft an einem rosa, weißen oder bläulichen Pilzbefall im Inneren der Knolle zu erkennen ist. Trockenfäule dringt durch Wunden und Schnitte in die Knolle ein.
- Gangrän: Gangrän ist ein bodenbürtiger Pilz, der „Daumenabdruck“-Läsionen auf der Haut und ähnliche Flecken im Inneren verursacht. Die Knollen können auch schwarze, stecknadelkopfgroße Pilze innerhalb der Läsionen aufweisen.
Bekämpfung von Knollenfäulekrankheiten
Beginnen Sie mit hochwertigen, zertifizierten Knollen. Untersuchen Sie die Knollen vor dem Pflanzen sorgfältig. Entsorgen Sie weiche, matschige, verfärbte oder verfaulte Knollen. Arbeiten Sie immer mit sauberen Geräten und Lagereinrichtungen. Desinfizieren Sie alle Schneidwerkzeuge. Verwenden Sie scharfe Klingen, um einen sauberen, gleichmäßigen Schnitt zu erzielen, der schnell verheilt.
Pflanzen Sie Knollen niemals zu dicht und lassen Sie sie nicht zu dicht wachsen. Überdüngen Sie Knollenpflanzen nicht, da zu viel Dünger sie schwächt und anfälliger für Fäulnis macht. Seien Sie besonders vorsichtig mit stickstoffreichen Düngemitteln. Vermeiden Sie Überwässerung, da Fäulnis Feuchtigkeit benötigt, um sich auszubreiten. Lagern Sie Knollen an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort.
Erwägen Sie, in Hochbeeten anzupflanzen, wenn die Bodenentwässerung schlecht ist. Entsorgen Sie befallene Pflanzen und verfaulende Knollen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Geben Sie niemals befallenes Pflanzenmaterial in Ihren Kompostbehälter. Wechseln Sie regelmäßig die Kulturen. Pflanzen Sie niemals anfällige Pflanzen in befallenem Boden. Bekämpfen Sie Schnecken und andere Schädlinge, da beschädigte Stellen oft dazu führen, dass Fäulnis in die Knollen eindringt. Vermeiden Sie es, Knollengemüse zu ernten, wenn der Boden nass ist.
Fungizide können bei der Bekämpfung einiger Arten von Fäulnis helfen, allerdings ist ihre Wirksamkeit in der Regel begrenzt. Lesen Sie das Produktetikett sorgfältig durch, da dort angegeben ist, gegen welche Pilze das Produkt wirksam ist und welche Pflanzen behandelt werden können. Es ist ratsam, sich vor der Verwendung von Fungiziden bei Ihrer örtlichen Beratungsstelle zu erkundigen.




