
Bittersalz (oder mit anderen Worten: hydratisierte Magnesiumsulfatkristalle) ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das im Haushalt und Garten hunderte von Verwendungsmöglichkeiten findet. Viele Gärtner schwören auf dieses preiswerte, leicht erhältliche Produkt, aber die Meinungen gehen auseinander. Lesen Sie weiter, um mehr über die Verwendung von Bittersalz als Pestizid und die Schädlingsbekämpfung im Garten mit Bittersalz zu erfahren.
Bittersalz und Gartenschädlinge
Vielleicht kennen Sie Bittersalz als Dünger für Ihre Gartenpflanzen oder sogar Ihren Rasen, aber wie sieht es mit der Schädlingsbekämpfung mit Bittersalz aus? Hier sind einige Ideen für die Verwendung von Bittersalz als Pestizid: Insektenbekämpfung mit Bittersalzlösung– Eine Mischung aus 1 Tasse (240 ml) Bittersalz und 5 Gallonen (19 l) Wasser kann als Abschreckungsmittel für Käfer und andere Gartenschädlinge wirken. Mischen Sie die Lösung in einem großen Eimer oder einem anderen Behälter und sprühen Sie die gut aufgelöste Mischung dann mit einer Pumpsprühflasche auf das Laub. Viele Gärtner glauben, dass die Lösung Schädlinge nicht nur abschreckt, sondern viele von ihnen bei Kontakt auch abtötet. Trockenes Bittersalz– Das Streuen von Bittersalz in einem schmalen Streifen um Pflanzen herum kann ein wirksames Mittel zur Bekämpfung von Schnecken sein, da die kratzige Substanz die „Haut” der schleimigen Schädlinge aufreibt. Sobald die Haut effektiv aufgeraut ist, trocknet die Schnecke aus und stirbt. Bittersalz gegen Gemüseschädlinge– Einige beliebte Garten-Websites behaupten, dass man beim Pflanzen von Gemüsesamen eine dünne Linie trockenes Bittersalz direkt in oder neben die Reihe streuen kann. Wiederholen Sie dies alle paar Wochen, um Schädlinge von Ihren zarten Sämlingen fernzuhalten. Als zusätzlicher Bonus können die Pflanzen von dem Magnesium- und Schwefelschub profitieren. Tomaten und Epsom-Salz zur Schädlingsbekämpfung– Streuen Sie alle paar Wochen Epsom-Salz um Tomatenpflanzen, empfiehlt eine Gartenwebsite. Tragen Sie die Substanz in einer Menge von etwa 1 Esslöffel (15 ml) pro 31 cm Höhe der Tomatenpflanze auf, um Schädlinge fernzuhalten.
Was Experten über die Schädlingsbekämpfung mit Bittersalz sagen
Die Master Gardeners der Washington State University Extension zitieren Studien, die behaupten, dass Bittersalz gegen Schnecken und andere Gartenschädlinge wenig nützt und dass Berichte über wundersame Ergebnisse größtenteils ein Mythos sind. Die Gärtner der WSU weisen auch darauf hin, dass Gärtner Epsom-Salz übermäßig verwenden können, da eine Anwendung, die über den Bedarf des Bodens hinausgeht, dazu führt, dass der Überschuss oft als Boden- und Wasserschadstoff endet. Die University of Nevada Cooperative Extension behauptet jedoch, dass eine flache Schale mit Epsom-Salz Kakerlaken tötet, ohne giftige Chemikalien in die Innenraumluft abzugeben. Das Fazit lautet, dass die Verwendung von Bittersalz zur Schädlingsbekämpfung relativ sicher ist, solange man die Substanz mit Bedacht einsetzt. Denken Sie auch daran, dass wie bei allem im Gartenbau das, was für eine Person funktioniert, nicht unbedingt auch für eine andere Person gut ist. Die Verwendung von Bittersalz gegen Gemüseschädlinge ist einen Versuch wert, aber die Ergebnisse können variieren.




