Informationen zur Naranjilla-Pflanze

Es handelt sich nicht um eine „kleine Orange”, wie der spanische Name vermuten lässt. Vielmehr ist die Naranjilla eine faszinierende alte Pflanzenart mit fantastischem Laub und köstlichen, zitrusartigen Früchten. Lesen Sie weiter, um mehr über diesen Obstbaum zu erfahren.

Geschichte der Naranjilla

Die Naranjilla (Solanum quitoense) gehört nicht zur Familie der Zitrusfrüchte. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist botanisch gesehen eine Verwandte der Tomate und der Aubergine. Diese Pflanze stammt aus den Bergen Mittel- und Südamerikas und wächst wild in Peru, Ecuador und im Süden Kolumbiens. Sowohl Kolumbien als auch Ecuador schenkten den Vereinigten Staaten Anfang des 20. Jahrhunderts Samen dieser Pflanze. Seitdem werden die Sträucher erfolgreich in Florida angebaut. Warum ist dieser Baum nach der Orange („naranja” auf Spanisch) benannt? Weil er runde, orangefarbene Früchte hervorbringt, die wie kleine Orangen aussehen und wie eine Mischung aus Ananas und Zitrone schmecken. Sie werden unter anderem Naranjillas oder Lulos genannt.

Informationen zur Naranjilla-Pflanze

Die Naranjilla-Pflanze ist ein attraktiver Strauch oder kleiner Baum, der bis zu 2,5 Meter hoch wird. Der „Stamm“ ist ein dicker Stiel. In freier Natur ist er mit Stacheln bedeckt, aber viele Kultursorten sind stachellos. Die Blüten der Naranjilla sind auffällig. Oben sehen Sie fünf weiße Blütenblätter mit imposanten Staubblättern, die goldgelb sind. Darunter befinden sich leuchtend violette Blütenblätter. Auch der Duft der Blüten ist ansprechend. Die Blätter sind tiefviolett. Sie sind herzförmig und werden im Laufe des Lebens der Pflanze recht groß – bis zu 60 cm lang. Ihre Textur ist weich und wollig. Die meisten Gärtner kultivieren die Naranjilla-Pflanze wegen ihrer runden Früchte. Die Früchte sind nicht groß und werden nur 5 bis 8 cm im Durchmesser. Die ledrige Schale, die jede Naranjilla umhüllt, färbt sich orange, wenn die Frucht reift. Bis dahin ist die Frucht mit dicken braunen Haaren bedeckt, ähnlich wie eine Kiwi. Das Fruchtfleisch ist gelblich-orange und enthält einen Ring aus saftigem Fruchtfleisch mit kleinen Samen.

Wachstumsbedingungen der Naranjilla

Der Strauch kommt in den subtropischen Regionen in Höhenlagen von 3.000 bis 8.000 Fuß vor. Er ist sehr temperaturempfindlich. Er gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 16 und 18 °C und verträgt keine Temperaturen über 29 °C. Naranjillas benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, um gut zu gedeihen. Am besten wachsen sie im Halbschatten.

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