
Alle Branchen beschäftigen sich mit Trendprognosen – oft am Ende des Jahres. Die Gartenbranche bildet da keine Ausnahme. Es gibt alle möglichen Trendlisten für das kommende Jahr und die nächste Gartensaison. Mit Blick auf die Zukunft scheinen einige Trends eher von Dauer zu sein. Da sich die Menschen zunehmend bewusst werden, wie sie die Umwelt beeinflussen, scheint Nachhaltigkeit ein Dauerbrenner zu sein.
Trends im Jahr 2023
Eine kurze Suche nach Gartentrends für das kommende Jahr liefert eine ganze Reihe von Ergebnissen. Prognostiker glauben, dass die Menschen mehr Entspannungsorte in ihren Gärten schaffen, sich auf Wassereinsparungen konzentrieren und einfachere, optimierte und pflegeleichtere Gärten anlegen werden.
Es gibt auch viele kleinere, spezifischere Trends in Bezug auf Farben und Pflanzenarten. Letztendlich ist der wichtigste Trend, der auch Bestand haben wird, die Nachhaltigkeit.
Die zunehmende Klimakrise, Nachrichten über Müll im Meer und die zunehmende Geschwindigkeit, mit der Arten gefährdet sind und aussterben, veranlassen die Menschen dazu, sich für Nachhaltigkeit zu engagieren.
Studien zeigen, dass immer mehr Verbraucher bereit sind, mehr für nachhaltige Produkte zu bezahlen. Dieser Trend lässt sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen, auch auf den Garten.
Ich denke, dass viele Faktoren zu diesem wachsenden Trend zur Nachhaltigkeit im Gartenbereich beitragen werden:
- DIY-Gärten — Die Menschen werden sich stärker mit ihren eigenen Außenbereichen beschäftigen. Anstatt sich bei der Gestaltung und Pflege ihrer Gärten so sehr auf Landschaftsgärtner und Gärtnerdienste zu verlassen, werden mehr Menschen selbst Hand anlegen. Ich glaube, Hausbesitzer möchten mehr Kontrolle über ihre Gärten und deren Gestaltung haben.
- Sagen Sie Nein zu Rasenflächen — Rasenflächen werden kleiner, seltener und natürlicher werden. Ein traditioneller Rasen ist das genaue Gegenteil von nachhaltig. Er ist in der Regel nicht heimisch, stellt eine Monokultur dar und erfordert viele Ressourcen. Da sich die Menschen zunehmend bewusst werden, wie sich ihre Gärten auf die Umwelt auswirken, lehnen sie die Idee eines „perfekten” Rasens mit sattem Grün zunehmend ab.
- Heimische Pflanzen — werden aus vielen Gründen weiterhin bevorzugt. Einheimische Pflanzen sind nachhaltiger, da sie weniger Ressourcen benötigen, um zu gedeihen. Sie müssen nicht regelmäßig gegossen oder gedüngt werden. Einheimische Arten unterstützen auch das lokale Ökosystem und kommen Insekten, Bestäubern und anderen Wildtieren zugute.
- Anbau von Lebensmitteln – Die Pandemie und die daraus resultierenden Engpässe in den Lebensmittelgeschäften haben viele Menschen dazu veranlasst, mit dem Anbau von Lebensmitteln zu beginnen. Ich denke, dieser Trend wird sich fortsetzen. Der Anbau von Gemüse ist umweltfreundlicher, da er sehr lokal erfolgt. Gärtner haben auch mehr Kontrolle darüber, was in ihre Lebensmittel gelangt, und können sicherstellen, dass ihr Gemüse biologisch und nachhaltig angebaut wird.
- Wasserknappheit— In vielen Regionen der USA und weltweit kam es in den letzten Jahren zu zunehmenden Wasserknappheiten. Gärtner in diesen Gebieten sparen aus Notwendigkeit Wasser, aber sie inspirieren auch den Rest von uns. Wenn sie in den Nachrichten von wütenden Waldbränden und Wassereinschränkungen hören, wird vielen Gärtnern in anderen Regionen bewusst, wie kostbar Wasser als Ressource ist. Einheimische Arten, Tropfbewässerung, die Minimierung von Rasenflächen und das Sammeln von Regenwasser sind alles Möglichkeiten, wie Gärtner sparsamer mit Wasser umgehen können.
- Halte es einfach — Gärten müssen nicht aufwendig oder überkompliziert sein, um Freude zu bereiten, und ich glaube, dass immer mehr Menschen das erkennen. Viele hatten in den letzten Jahren finanzielle Schwierigkeiten, und Geld für einen übertriebenen Garten auszugeben, macht einfach keinen Sinn. Wenn Sie Ihren Garten vereinfachen können, schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie machen ihn nachhaltiger und sparen Geld.
Dank der Pandemie haben mehr Menschen denn je ihre Gärten und Vorgärten als notwendige Rückzugsorte schätzen gelernt. Als wir nirgendwo hingehen konnten, wurden unsere eigenen Hinterhöfe zu Zufluchtsorten. Die Menschen werden diesen Raum weiterhin schätzen und mehr darauf achten, wie sich ihre Entscheidungen auf den Planeten auswirken.




