
Auch wenn Sie es vielleicht nicht wissen, haben Sie wahrscheinlich schon einmal von der Kartoffelfäule gehört. Was ist Kartoffelfäule? Es handelt sich um eine der historisch verheerendsten Krankheiten des 19. Jahrhunderts. Sie kennen sie vielleicht besser aus der irischen Kartoffelhungersnot der 1840er Jahre, die zum Tod von über einer Million Menschen und zur Massenflucht der Überlebenden führte. Kartoffeln mit Kraut- und Knollenfäule gelten nach wie vor als ernstzunehmende Krankheit, daher ist es für Landwirte wichtig, sich über die Behandlung von Kartoffelfäule im Garten zu informieren.
Was ist Kartoffelfäule?
Die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel wird durch den Erreger Phytophthora infestans verursacht. Die Kraut- und Knollenfäule befällt in erster Linie Kartoffeln und Tomaten, kann aber auch andere Mitglieder der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) befallen. Diese Pilzkrankheit wird durch kühle, feuchte Wetterperioden begünstigt. Befallene Pflanzen können innerhalb weniger Wochen nach der Infektion absterben.
Symptome der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln
Zu den ersten Symptomen der Kraut- und Knollenfäule gehören violettbraune Läsionen auf der Oberfläche der Kartoffeln. Bei einer genaueren Untersuchung durch Aufschneiden der Knolle ist eine rotbraune Trockenfäule zu erkennen. Oft sind die Knollen, wenn sie mit Kraut- und Knollenfäule infiziert sind, anfällig für sekundäre bakterielle Infektionen, was die Diagnose erschweren kann. Das Laub der Pflanze weist dunkle, wasserdurchtränkte Läsionen auf, die von weißen Sporen umgeben sind, und die Stängel infizierter Pflanzen sind von braunen, fettig aussehenden Läsionen befallen. Diese Läsionen befinden sich in der Regel an der Verbindungsstelle zwischen Blatt und Stängel, wo sich Wasser sammelt, oder an Blattbüscheln an der Spitze des Stängels.
Behandlung der Kartoffelfäule
Infizierte Knollen sind die Hauptquelle für den Erreger P. infestans, darunter auch gelagerte Knollen, Durchwuchs und Saatkartoffeln. Er wird auf neu austreibende Pflanzen übertragen, die Sporen in die Luft abgeben, welche die Krankheit dann auf benachbarte Pflanzen übertragen. Verwenden Sie nach Möglichkeit nur zertifiziertes, krankheitsfreies Saatgut und resistente Sorten. Selbst bei Verwendung resistenter Sorten kann der Einsatz von Fungiziden erforderlich sein. Entfernen und vernichten Sie Auswuchs sowie alle aussortierten Kartoffeln.




