
Zitrusbäume haben zahlreiche Anforderungen. Sie benötigen fruchtbaren Boden, volle Sonne und geschützte Standorte, tropische bis subtropische Bedingungen, zusätzliche Bewässerung und reichlich zusätzliche Nährstoffe. Sie sind anfällig für viele Krankheiten, insbesondere Pilzkrankheiten, und für verschiedene Schädlinge. Dennoch sind sie eine spannende Ergänzung für den heimischen Obstgarten und liefern vitaminreiche Früchte. Ein weiteres Problem sind rissige Zitrusschalen, die bei Orangen aufplatzen können, wodurch die Zitrusfrucht ungenießbar wird. Durch die richtigen Anbau- und Nährstoffbedingungen lassen sich solche Fruchtschäden vermeiden.
Was führt zum Aufplatzen von Orangen?
Eine der am häufigsten angebauten Zitrusfrüchte ist die Orange. Orangenschalen platzen auf, ebenso wie Mandarinen und Tangelos, aber niemals Grapefruits. Navel-Orangen sind am anfälligsten für dieses Problem. Was verursacht also das Aufplatzen von Orangen? Die Schale platzt auf, weil Wasser und Pflanzenzucker zu schnell in die Frucht gelangen, als dass sie genügend Schale bilden könnte, um die Substanzen zu halten. Die überschüssige Flüssigkeit führt zum Aufplatzen der Schale. Bei jungen Bäumen tritt das Aufplatzen von Orangen am häufigsten auf. Die meisten Fälle von aufplatzenden Zitrusfrüchten treten zwischen Juli und November auf. Die Risse in der Schale beginnen am Blütenende der Frucht. Obwohl das Aufplatzen meist am Ende der Saison auftritt, kann es bereits im Juli beginnen. Am stärksten betroffen sind Bäume mit der größten Erntelast. Das Aufplatzen der Orangenschalen tritt saisonal auf und ist in erster Linie auf die Pflege der Pflanzen zurückzuführen, aber auch auf Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit. Die Größe eines Risses variiert. Er kann schmal und kurz sein oder das Fruchtfleisch im Inneren der Frucht freilegen. Die Schalen von Navel-Orangen reißen stärker auf, wahrscheinlich aufgrund der Dicke der Schale und des großen Stiels oder Nabel. Die grünen Früchte sind in der Regel die Zitrusfrüchte, die reißen.
Tipps zur Vorbeugung von Rissen bei Zitrusfrüchten
Das Aufplatzen von Orangen oder anderen Zitrusfrüchten ist eine Folge kultureller Aktivitäten. Bewässerungsprobleme können dazu beitragen, wenn der Baum zu viel Wasser bekommt. Im Winter benötigt der Baum nur 3 bis 6 mm Regen pro Woche. Von März bis Juni erhöht sich dieser Wert auf 1 cm und während der warmen Jahreszeit benötigt der Baum 2,5 cm Wasser pro Woche. Auch Überdüngung kann zu diesem Problem führen. Der Nährstoffbedarf von Orangen sollte jährlich 453,5 bis 907 g Stickstoff betragen. Sie sollten die Düngung auf drei oder vier Zeiträume aufteilen. Dadurch wird eine Überdüngung verhindert, die dazu führt, dass die Orangenschalen aufplatzen und möglicherweise Risse bekommen. Baumstress gilt als eine weitere Ursache für das Aufplatzen von Zitrusfrüchten. Heiße, trockene Winde trocknen den Baum und die Pflanze aus. Dadurch wird den Früchten Feuchtigkeit entzogen, wodurch sie schrumpfen. Sobald Wasser verfügbar ist, gelangt es zu den Früchten, die dann zu stark anschwellen. Junge Pflanzen mit kleinen Wurzelsystemen sind am anfälligsten, da sie nicht über einen ausreichend großen Wurzelbereich verfügen, um Feuchtigkeit aufzunehmen.




