
Papayas sind interessante Bäume mit hohlen, unverzweigten Stämmen und tief gelappten Blättern. Sie bringen Blüten hervor, aus denen sich Früchte entwickeln. Papaya-Früchte sind bekannt dafür, dass sie voller Kerne sind. Wenn Sie also eine Papaya ohne Kerne bekommen, kann das eine Überraschung sein. „Warum hat meine Papaya keine Kerne?“, fragen Sie sich vielleicht. Lesen Sie weiter, um mehr über die verschiedenen Gründe zu erfahren, warum Papayas keine Samen enthalten können, und ob die Frucht trotzdem essbar ist.
Samenlose Papaya-Frucht
Papaya-Bäume können männlich, weiblich oder zwittrig sein (mit männlichen und weiblichen Teilen). Weibliche Bäume produzieren weibliche Blüten, männliche Bäume männliche Blüten und zwittrige Bäume sowohl weibliche als auch zwittrige Blüten.
Da weibliche Blüten durch männlichen Pollen bestäubt werden müssen, werden für die kommerzielle Obstproduktion vorzugsweise zwittrige Bäume verwendet. Zwittrige Blüten sind selbstbestäubend. Eine kernlose Papaya-Frucht stammt in der Regel von einem weiblichen Baum.
Wenn Sie eine reife Papaya aufschneiden und feststellen, dass sie keine Kerne enthält, werden Sie sicherlich überrascht sein. Nicht weil Sie die Kerne vermissen, sondern weil Papayas normalerweise Kerne enthalten. Warum sollte eine Papaya keine Kerne enthalten? Ist die Papaya dann ungenießbar?
Kernlose Papaya-Früchte sind unbefruchtete Papaya-Früchte von einem weiblichen Baum. Ein weiblicher Baum benötigt Pollen von einem männlichen oder zwittrigen Baum, um Früchte zu produzieren. Wenn weibliche Pflanzen keinen Pollen erhalten, bilden sie in den meisten Fällen keine Früchte. Unbefruchtete weibliche Papaya-Pflanzen bilden jedoch manchmal Früchte ohne Kerne. Diese werden als parthenokarpische Früchte bezeichnet und sind vollkommen genießbar.
Papayas ohne Kerne züchten
Die Vorstellung von Papayas ohne Kerne ist für Verbraucher sehr reizvoll, aber parthenokarpische Früchte sind recht selten. Botaniker arbeiten daran, kernlose Papayas zu züchten, und die in Lebensmittelgeschäften angebotenen Früchte stammen in der Regel aus Gewächshauskulturen.
Papayas ohne Samen stammen aus der Massenvermehrung in vitro. Botaniker pfropfen kernlose Papayasorten auf das reife Wurzelsystem eines Papayabaums.
Der Babaco-Strauch (Carica pentagona „Heilborn“) stammt aus den Anden und gilt als natürlich vorkommende Hybride. Als Verwandter der Papaya trägt er den gebräuchlichen Namen „Bergpapaya”. Alle seine papayaähnlichen Früchte sind parthenokarpisch, d. h. kernlos. Die Babaco-Frucht ist süß und köstlich mit einem leicht zitronigen Geschmack. Sie ist international beliebt geworden und wird heute in Kalifornien und Neuseeland angebaut.




