
„Wie oft sollte ich meinen Gemüsegarten gießen?“ ist eine häufig gestellte Frage im Gartenbau. Leider gibt es darauf keine eindeutige Antwort. Wetterbedingungen, Bodenbeschaffenheit und die Wachstumsanforderungen einer Pflanze bestimmen gemeinsam den Bewässerungsbedarf. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, um festzustellen, wann und wie viel Wasser Ihr Gemüsegarten benötigt.
Warum Pflanzen Wasser brauchen
Wenn wir über den Wasserbedarf für den Anbau von Gemüse nachdenken, denken wir oft an die Flüssigkeitszufuhr. Wasser macht bis zu 95 % des Pflanzengewebes aus und ist ein essenzieller Nährstoff. Wasser wird auch für die chemischen Reaktionen bei der Photosynthese sowie für die Aufnahme und Verteilung von Mineralien benötigt.
Als Gärtner verbinden wir Welken oft mit einem Mangel an Feuchtigkeit. In einem Gemüsegarten gibt es jedoch noch andere Anzeichen. Wenn Gemüsepflanzen unter Trockenheit leiden, können ihre Früchte zu klein, trocken oder gar nicht vorhanden sein. Blattgemüse kann zäh, bitter im Geschmack und anfällig für Schossen werden.
Wie viel Wasser benötigen Gemüsepflanzen also in der Regel? Die meisten unserer beliebten Gemüsepflanzen benötigen etwa 2,5 cm Wasser pro Woche. Dies kann in Form von Niederschlag oder durch Bewässerung und Beregnung erfolgen. Eine der einfachsten Möglichkeiten, den Niederschlag im Garten zu messen, ist ein kostengünstiger Regenmesser.
Berechnungen zur Wasserbewässerung
Um Ernteausfälle im Gemüsegarten zu vermeiden, sollten Sie nicht warten, wenn die wöchentliche Niederschlagsmenge weniger als 2,5 cm beträgt. Die Bewässerung von Gemüse kann auf verschiedene Weise erfolgen, beispielsweise durch Gießen von Hand, mit einem Tropfschlauch oder einem Bewässerungssystem. Um zu berechnen, wie viel Wasser Ihr Gemüsegarten benötigt, gehen Sie wie folgt vor:
Schritt eins: Berechnen Sie die Fläche Ihres Gartens, indem Sie die Länge mit der Breite des Gartens multiplizieren.
Schritt zwei: Multiplizieren Sie die Fläche mit 2,34 Litern (0,62 Gallonen). Das Ergebnis entspricht der Anzahl der Gallonen, die benötigt werden, um Ihren Garten mit 2,5 cm Wasser zu versorgen.
Schritt 3: Messen Sie die wöchentliche Niederschlagsmenge mit dem Regenmesser. Bei 7,6 ml Regen müssen Sie 7/10 oder 1,77 cm Wasser zuführen. Multiplizieren Sie die Zahl aus Schritt 2 mit 0,7, um die Anzahl der Gallonen Wasser zu ermitteln, die Ihr Garten benötigt.
Eine alternative Methode, um festzustellen, ob Ihr Garten Wasser benötigt, besteht darin, etwa 2,5 cm unter der Bodenoberfläche zu prüfen, ob der Boden trocken ist.
Der beste Zeitpunkt zum Gießen von Gemüsepflanzen
Entwässerung und Verdunstung sind zwei Faktoren, die bestimmen, wie gut der Boden Feuchtigkeit speichert. Im Allgemeinen müssen sandige oder leichte Böden häufiger bewässert werden als lehmige oder schwere Böden. Mulchflächen tragen dazu bei, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, indem sie die Verdunstung reduzieren, und müssen daher oft weniger häufig bewässert werden.
Der frühe Morgen gilt allgemein als die beste Zeit für die Bewässerung von Gärten. So können die Pflanzen vor der heißesten Zeit des Tages Wasser aufnehmen. Wenn das Wasser eher auf die Bodenoberfläche als auf das Laub gegeben wird, hat die Bewässerung am Abend die gleichen Vorteile. Es wird nicht empfohlen, das Laub am Abend zu bewässern, da dies das Risiko für Krankheiten erhöht.
Obwohl es seit langem als gärtnerische Binsenweisheit gilt, verbrennt das Laub nicht, wenn Pflanzen in der heißen Mittagssonne gegossen werden. Allerdings geht durch die Verdunstung mehr Wasser verloren, was in Gebieten mit Wasserknappheit ein Problem sein kann. Letztendlich ist der beste Zeitpunkt für die Bewässerung von Gemüsegartenpflanzen dann, wenn sie Wasser brauchen – egal ob morgens, mittags oder abends.




