
Unkraut ist in Rasenflächen und Gärten nur allzu häufig anzutreffen. Während einige Arten als nützlich oder attraktiv angesehen werden können, gelten die meisten Unkrautarten als lästig. Wenn Gärtner mehr über Unkraut und dessen Bekämpfung wissen, können sie leichter entscheiden, ob dieses Unkraut willkommen ist oder entfernt werden muss. Werfen wir einen Blick auf einige häufig vorkommende Unkrautpflanzen und wann bzw. welche Methoden zur Unkrautbekämpfung erforderlich sein können.
Was ist Unkraut?
Was ist also Unkraut und wo wächst es? Per Definition ist Unkraut eine „Pflanze am falschen Ort”. In den meisten Fällen sind diese Pflanzen eher für ihre unerwünschten Eigenschaften bekannt als für ihre guten, sofern sie überhaupt welche haben. Unkraut ist konkurrenzstark und konkurriert mit Ihren Gartenpflanzen oder Ihrem Rasengras um Wasser, Licht, Nährstoffe und Platz. Die meisten Arten wachsen schnell und breiten sich in vielen Bereichen aus, in denen sie vorkommen. Während die meisten Unkrautarten unter günstigen Bedingungen gedeihen, können einheimische Arten fast überall dort wachsen, wo der Boden aufgewühlt wurde. Tatsächlich können sie sogar Hinweise auf Ihre aktuellen Bodenbedingungen geben. Daher lassen sich viele Fragen zum Thema „Wo wächst Unkraut?“ beantworten, wenn man versteht, wie die verschiedenen Arten wachsen.
Arten von Unkraut
Im Hinblick auf ihre Wachstumseigenschaften gibt es im Allgemeinen drei Arten von häufig vorkommenden Unkrautpflanzen. Dazu gehören:
- Einjährige Arten– Einjährige Unkräuter keimen und verbreiten sich durch Samen und haben eine durchschnittliche Lebensdauer von einem Jahr. Dazu gehören sowohl Winter- als auch Sommerarten. Wintereinjährige, wie z. B. Vogelmiere, keimen im Spätsommer/Frühherbst, ruhen im Winter und wachsen aktiv im Frühjahr. Sommereinjährige, wie z. B. Gänsefuß, keimen im Frühjahr, wachsen den ganzen Sommer über und verschwinden mit dem Einzug der Kälte.
- Zweijährige Arten – Zweijährige Unkräuter vollenden ihren Lebenszyklus in zwei Jahren: Im ersten Jahr keimen sie und bilden Rosetten, im zweiten Jahr produzieren sie Blüten und Samen. Beispiele für diese Arten sind: Distel und Knoblauch-Senf.
- Mehrjährige Arten – Mehrjährige Unkräuter kehren jedes Jahr zurück und bilden neben Samen in der Regel auch lange Pfahlwurzeln. Diese Unkräuter, zu denen Löwenzahn, Wegerich und Purpur-Weiderich gehören, sind am schwierigsten zu bekämpfen.
Zusätzlich zu ihrer Wuchsform können gewöhnliche Unkrautpflanzen zu einer von zwei Familien gehören: breitblättrige (Dicot) oder schmalblättrige (Monocot). Breitblättrige Arten haben größere Blätter und wachsen aus Pfahlwurzeln oder faserigen Wurzelsystemen, während schmalblättrige Arten oder Gräser lange, schmale Blätter und faserige Wurzelsysteme haben.
Informationen zu Unkraut und dessen Bekämpfung
Es gibt eine Reihe von Methoden zur Unkrautbekämpfung, die von der Art des Unkrauts und dem Gärtner abhängen. Hier sind Ihre Optionen:
- Kulturelle Unkrautbekämpfung– Eine der einfachsten Methoden zur Unkrautbekämpfung ist die Vorbeugung oder kulturelle Bekämpfung. Durch dichte Bepflanzung im Garten kann das Unkrautwachstum reduziert werden, da keine offenen Flächen mehr vorhanden sind. Auch Deckfrüchte eignen sich hierfür gut. Das Aufbringen von Mulch verhindert, dass Licht zu den Unkrautsamen gelangt, und verhindert so das Wachstum.
- Mechanische Unkrautbekämpfung – Die mechanische Bekämpfung gängiger Unkrautpflanzen kann durch Ausreißen von Hand, Hacken, Graben oder Mähen (was das Wachstum verlangsamt und die Samenbildung reduziert) erfolgen. Diese Methoden sind zwar wirksam, können aber zeitaufwändig sein.
- Chemische Unkrautbekämpfung – Da viele Unkräuter, wie Dodder, Efeu und Kudzu, so aggressiv werden können, dass sie sich ausbreiten, ist manchmal eine chemische Bekämpfung notwendig, die normalerweise als letztes Mittel eingesetzt wird. Es gibt zahlreiche Herbizide, die bei der Beseitigung gängiger Unkrautpflanzen helfen.
- Joe-Pye-Weed – hohe Stängel mit vanillenduftenden, rosafarbenen Blütenständen
- Chicorée – leuchtend blaue Blüten
- Habichtskraut – margeritenähnliche Blüten auf flaumigen Stängeln
- Königin-Annes-Spitze – Spitzenartige weiße, schirmförmige Blütenköpfe
Welche Unkräuter entfernt werden und welche bleiben, hängt natürlich vom jeweiligen Gärtner ab, aber ein wenig Wissen über Unkräuter und Bekämpfungsmethoden erleichtert diese Entscheidung. Hinweis: Chemische Bekämpfungsmittel sollten nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da biologische Methoden sicherer und umweltfreundlicher sind.




